Integrationspreis 2016

    Mit dem Integrationspreis des Donnersbergkreises sind am 19. September 2016 vier Migranten gewürdigt worden, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Beim Termin innerhalb der Interkulturellen Wochen dankten Ministerin Anne Spiegel, Integrationsbeauftragte Jaqueline Rauschkolb (MdL) und Landrat Werner diesen Ehrenämtlern für ihr ganz spezielles Engagement. Musik und ein „internationaler“ kurdischer Kreistanz gehörten zum Programm des Abends.

    Salah Abdullah betreibt in Rockenhausen einen Imbiss, der zum "Anlaufpunkt" für Flüchtlinge geworden ist. Neben seiner Selbstständigkeit helfe er aus eigenem Antrieb und in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde anderen Menschen beim „Ankommen“ in Deutschland, hieß es in der Laudatio.

    Die aus Marokko stammende Ghizlane Couqua unterstützt mit ihren Arabischkenntnissen erheblich die Arbeit der Flüchtlingshilfe Kirchheimbolanden. Sie übersetzt, hilft bei Terminen in Ämtern oder beim Arzt. Das gleiche manchmal einem Vollzeitjob, wurde bei der Ehrung hervorgehoben.

    Der Iraner Kamran Haidari lebt seit April 2015 in Eisenberg. Der zum christlichen Glauben Konvertierte schilderte bei der Ehrungsfeier bewegend und in erstaunlich gutem Deutsch seine Fluchtgründe. In Eisenberg dolmetscht er in vielen Lebenslagen und ist zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Ehrenamtlich arbeitet er im Gemeindebüro der Protestantischen Kirche.

    Der Vorschlag, Michael Nagib mit dem Integrationspreis auszuzeichnen, kam von der Flüchtlingshilfe Göllheim. Der Ägypter und koptische Christ sei vor ca. drei Jahren mit seiner Frau nach Deutschland geflohen. Das Paar engagiere sich auf vielfältige Art in der Kirchengemeinde, heißt es in der Begründung. Als immer mehr syrische Asylbewerber kamen, boten beide ihre Hilfe bei Übersetzungs- und Beratungsdiensten an.

     

    Mit dem Integrationspreis 2016 sollten gezielt Menschen mit Migrationshintergrund bedacht werden, die sich selbstlos für Flüchtlinge einsetzen, bekräftigte Jaqueline Rauschkolb bei der Ehrungsfeier. Der Landrat als Hausherr lobte das Wirken der Preisträger ebenso wie die segensreiche Arbeit der sechs Helferkreise. Diese hätten Flüchtlingen „die helfende Hand gereicht, statt ihnen die kalte Schulter zu zeigen“. Inzwischen habe sich vielfach erwiesen, dass Integration gelingen kann.

    Mit dem Ausspruch „Hut ab vor diesem Engagement,“ bekräftigte die u.a. für Integration zuständige Ministerin Anne Spiegel ihre Wertschätzung. Dass letztes Jahr 35.000 und im 1. Halbjahr 2016 weitere 12.000 Flüchtlinge nach Rheinland-Pfalz kamen, habe ehrenamtliche Hilfen in nicht gekanntem Ausmaß mobilisiert. Trotz vielfältiger Bemühungen und dem Einsatz von „Beschäftigungspiloten“ könne es Jahre dauern, bis Flüchtlinge auch beruflich integriert sind, urteilte die Ministerin. Der Einsatz für eine „bunte Gesellschaft“ beurteilte sie als lohnendes Ziel. Von den Erfahrungen im Donnersbergkreis könnten andere profitieren.

    Öffnungszeiten

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    Wichtige Ankündigungen

    Das Kreishaus, die Deponien und das Büro des Donnersberg-Touristik-Verbands sind am Mittwoch, den 14.06.2017 wegen eines Betriebsausfluges geschlossen.