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Neues vom Donnersberger Partnerdistrikt
Mittwoch, 04.08.2010Gicumbi in der Nordprovinz von RUANDA
Partnerschaft seit 1994 – Kleine Bilanz tätiger Hilfe
Der Donnersbergkreis hat 1994 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Rutare (Region Gicumbi) begründet. Im Jahr 1999 war der damalige Bürgermeister Jean-Baptiste Bizimana hier zu Gast und die Partnerschaftsurkunde konnte feierlich unterzeichnet werden. Seither wurden im Zusammenwirken mit dem Partnerschaftsbüro in Kigali 19 Hilfsprojekte unterstützt (Schulbauten, Gesundheitszentrum, Kooperativen für Handwerk und Landwirtschaft). Dank großer Spendenbereitschaft der hiesigen Bevölkerung, drei Sternwanderungen der Schulen sowie Benefizkonzerten und Basaren kamen den Partnern bisher über 215.000 € zugute.

Insaramba nta kabusa – Partnerschaft hat Zukunft
Im Juli 2010 erhielten wir zweierlei gute Nachrichten aus Gicumbi, unserem Partnerdistrikt in Ruanda: Die Erweiterung der Schule Ngange, für die im Donnersbergkreis Spenden in Höhe von 10.635 € gesammelt wurden, ist fertig gestellt und auch die Bauabnahme ist erfolgt. Ende gut - alles gut, könnte man sagen, denn nach der Grundsteinlegung im April 2009 hatte es zweimal eine Bauverzögerung gegeben. Entstanden sind drei zusätzliche Klassenräume, Toilettenanlage und Zisterne für eine Primarschule mit bislang nur sechs Klassensälen für 565 Schüler.
Innen- und Außenansicht der neuen Räume bei der Primarschule Ngange Mit rund 5000 € hatte der Donnersbergkreis letztes Jahr auch die landwirtschaftliche Kooperative Jyambere (im Sektor Rwamiko) unterstützt. Mit dem Geld wurden Milchkühe für ein Rinderzuchtprojekt angeschafft. Der Kooperative gehören 16 Bäuerinnen an, die schon vorab einige Ställe errichtet und Futterpflanzen angebaut hatten. Da die Kühe Milch und zudem Dünger für die Felder liefern, kann „Jyambere“ im kleinen Rahmen etwas gegen die Lebensmittelknappheit tun. Mitarbeiter des Koordinationsbüros in Kigali haben die Frauenkooperative kürzlich besucht und konnten sich überzeugen, dass es mit der Rinderzucht gut vorangeht.

In der aktuellen Ausgabe der vom Mainzer Innenministerium herausgegebenen „Ruanda-Revue“ wird über das Hilfsprojekt berichtet. Überschrieben ist der Beitrag mit: „Kühe bringen Respekt und Freiheit für Frauen“. Dem Artikel ist zu entnehmen, dass die Milch der gespendeten Kühe geteilt wird und Kälber, die zur Welt kommen, an die nächsten Frauen übergeben werden, bis jedes Mitglied eine Kuh hat. Eigentümer der Tiere bleibt vertragsgemäß die Kooperative Jyambere.
Aktuelles Hilfsprojekt: Die Schule Tanda soll wachsen
Neuerdings gilt es, Spenden für einen weiteren Schulanbau zu sammeln. Wiederum soll eine Primarschule vergrößert werden, damit die Kinder unter besseren Bedingungen lernen können. Aus dem Förderantrag, den das Partnerschaftsbüro in Kigali übermittelt hat, geht hervor, dass in der Primarschule Tanda im Sektor Giti 1133 Schüler nur zehn ordentliche Klassenräume zur Verfügung haben. Um die Unterrichtsbedingungen zu verbessern, sollen sechs weitere Klassensäle und ein Lehrerzimmer erbaut und ausgestattet werden. Von den zu erwartenden Baukosten, die mit rund 70.000 € angegeben werden, sollten mit Spenden aus dem Partnerkreis mindestens 10 Prozent zusammenkommen, damit das Land Rheinland-Pfalz die weitere Förderung übernimmt. Derzeit weist das Partnerschaftsskonto 2.700 € aus; denn es werden regelmäßig größere und kleinere Spenden (zuletzt 400 € von der Realschule Rockenhausen) eingezahlt. So wird sich der Spenden-Betrag bis zum Jahresende 2010 hoffentlich noch deutlich vermehren.
Sie können helfen, damit die Kinder der Primarschule Tanda zusätzliche Klassenräume bekommen:
Mit einer Einzahlung auf das Spendenkonto 7435
(Stichwort Ruandahilfe 2010) bei der Sparkasse Donnersberg.
Auskunft zur Partnerschaft mit Ruanda gibt
Gundula Nakfour unter Tel. 06352 / 710-109.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 04.08.2010 )
