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Unternehmer lernen Schulbetrieb kennen
Im Rahmen des Bundesprojekts BORIS (Berufliche Orientierung - Regionale Initiativen zur
Schulentwicklung)
besuchten an die
20 Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, der Kammern,
des Handwerks und der Verbände die Realschule Rockenhausen, um
an einem Schulerkundungstag schulische Arbeit zu erleben und
einmal hinter die Kulissen zu schauen. |
Schüler,
Unternehmer und Lehrer im
Gespräch
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"Wir hatten hatten endlich Gelegenheit, Unterricht von heute zu sehen", begründeten Martina Putsch und Marlies Mohr von der Fa. Keiper - befragt von der Schülerpresse der Realschule
- ihr Interesse an der Veranstaltung. Dies wurde ermöglicht durch 2 Unterrichtshospitationen, um sich zu informieren, wie Schülerinnen und Schüler von heute lernen und wie der Unterricht von heute gestaltet wird.
"Wichtig war es für uns Besucher
zu erfahren, dass es nicht nur auf Noten, sondern auch auf
Vermittlung von sozialen Kompetenzen ankommt," so Maria-Theresa
Kless, Juristin und Mediatorin, die mit anderen Besuchern die
Streitschlichtergruppe der Klasse 5 im Deutschunterricht besuchte.
Auch die Lehrkräfte empfanden die
"umgekehrte Kontaktaufnahme" von Schule und Wirtschaftsunternehmen
positiv, da durch regelmäßigen gegenseitigen Austausch die
Schülerinnen und Schüler, die demnächst in Betriebe entlassen
werden, noch besser auf ihr Berufsleben vorbereitet werden können.
Walter Schaaf, der als Mathematiklehrer von der Schülerpresse
befragt wurde, was er vom Besuch anderer Erwachsener im eigenen
Unterricht halte, äußerte sich positiv: "Ich finde das toll, und
Besuch bin ich ja - wie auch andere Kolleginnen und Kollegen -
gewohnt."
"Ich bin für jeden Vorschlag froh,
um meine Schüler auch mit gutem Gewissen in das Berufsleben schicken
zu können." So Barbara Junge, Deutschlehrerin und momentan
Klassenleiterin einer zehnten Klasse. In einer gemeinsamen
Gesamtkonferenz am Nachmittag, an der auch Eltern- und
Schülervertreter teilnahmen, wurden im Plenum und in einzelnen
Workshops die Unterrichtshospitationen bilanziert und anhand von
unterschiedlichen Themenschwerpunkten ausführlich diskutiert. Die
Teilnehmer am Mathematik-Workshop forderten beispielsweise, "nur ein
Grundgerüst an Wissen" zu vermitteln oder noch öfter auf den
Taschenrechner zu verzichten. Ein Workshop ‚Naturwissenschaften'
bestätigte, dass die Realschule mit ihrem vielfältigen Praxisbezug
in den unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Fächern auf dem
richtigen Weg sei. Theorie in der Schule mit anschließender
Anschauung im Betrieb macht den Lernenden deutlich, wofür gelernt
wird. Die dadurch erreichte erhöhte Motivation wirke sich wiederum
positiv auf Lernverhalten aus.
Sich gegenseitig besser verstehen
und voneinander lernen durch gemeinsame Aktionen von Realschule und
regionaler Wirtschaft - so kann das Ergebnis dieses
Schulerkundungstages umschrieben werden, was wiederum Anregung für
weitere Schulentwicklungsarbeit gab.
07.03.2002
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