Der Minister über



Neue Initiative zur Profilbildung von Schulen...
-- Pressekonferenz im Landtag Mainz vom 05. Mai 2000 - -

Prof. Dr. Jürgen Zöllner (Minister für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung)

Die Verbesserung der Ausbildungs- und Berufschancen junger Menschen sowie die Entwicklung von dauerhaft enger Zusammenarbeit von Schulen und Betrieben stehen im Mittelpunkt eines Projektes, das Bildungsminister Jürgen Zöllner heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorstellte.

Im Rahmen des "Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit" fördert der Bund mittelfristig wirkende Maßnahmen, wie die bessere Vorbereitung der Schüler allgemeinbildender Schulen auf den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung. Mit dem Projekt "Berufliche Orientierung: Regionale Initiativen zur Schulentwicklung (BORIS)" habe sich Rheinland-Pfalz erfolgreich um die Aufnahme in das Bundesprogramm bemüht; es werde von Bund und Land mit rund 1 Million Mark gefordert.

"Gerade die enge Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft in Form von Patenschaften drückt den Praxisbezug dieses wichtigen Schulprojektes aus. Ich freue mich sehr über das Engagement der beteiligten Schulen und die große Bereitschaft von Vertretern der regionalen Wirtschaft, dem Handel, Handwerk und dem Dienstleistungsbereich sich konkret als Pate um die einzelne Schülerinnen und Schüler zu bemühen", betonte Bildungsminister Jürgen Zöllner.

Eine Grundbedingung der Förderung stelle die Einbeziehung außerschulischer Partner wie Kammern, Verbände, Gewerkschaften, Arbeitsämter und Hochschulen dar, so dass hier, so Zöllner, im Sinne der Öffnung von Schule gemeinsam Schulprofilentwicklung geplant und konkret umgesetzt werde. Damit werde ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung von Schulen geleistet, so Bildungsminister Jürgen Zöllner. Schulen könnten Programme in vier Schwerpunkten entwickeln und durchführen. Eines davon sei die Förderung von Jugendlichen mit dem Ziel, den Hauptschulabschluss zu erreichen. Dabei sollten Schülerinnen und Schüler durch praxisnahen Unterricht intensiv gefördert werden...[...]

Unter einem zweiten Schwerpunkt "Mathematik, Naturwissenschaften in Verbindung mit Technik" würden Schulen Initiativen innerhalb und außerhalb des Unterrichts entwickeln, die das Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern stärkten. Auch hier werde die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partner, insbesondere der Wirtschaft gesucht, aber auch mit den Universitäten und Fachhochschulen. Besondere Bedeutung hätten dabei die Informations- und Telekommunikationsmedien und die Qualifizierung von Schülerinnen und Schülern in diesem Bereich.

Die Vertreterin einer Projektschule [Realschule Rockenhausen] und der Partner aus einem Unternehmen der Autozulieferindustrie [Fa. KEIPER, Rockenhausen] nahmen als Gäste an der Pressekonferenz teil und berichteten über ihre Kooperationsbeziehungen.

In den weiteren Bereichen "Wirtschaft und Arbeitsleben" und  "Grenzüberschreitenden Berufsorientierung" sollten Schulentwicklungsprogramme entstehen, die mit Blick auf die regionale Wirtschaft und auf die Nachbarländer die Zusammenarbeit schul- und regionalspezifisch ausbauen. Die Initiative fördere neben der Entwicklung von Schulprogrammen die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Institutionen in einer Region. Auch auf Landesebene würden deutliche Akzente gesetzt, z. B. durch Betriebspraktika für Lehrer und Lehrerinnen. [...]

Gleichzeitig sollten durch die Begegnungen in den Unternehmen Kontakte angebahnt werden, die neue Aktivitäten zwischen Schule und regionaler Wirtschaft initiieren. Ziel sei die Entwicklung dauerhafter und partnerschaftlicher Beziehungen. [...]

Minister Zöllner
Minister Zöllner


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