Schulkonzept rund um |
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Projektziel
Ganzheitliche Förderung
des Interesses an Natur - wissenschaften im Rahmen des Schulkonzeptes
Durchführende Institution Realschule Rockenhausen
Bundesland Rheinland-Pfalz
Zielgruppe Ganze Schule
Beteiligte Klassenstufe/-n 5 bis 10
Beteiligtes Fach/Fächer Vor allem naturwissenschaftliche
Fächer
Projektdauer undFrequenz
der Durchführung Seit Mai 2000 regelmäßige
Aktivitäten
Wie kam es zu diesem
Projekt/der Maßnahme?
Im
Rahmen der vom Bildungsministerium Rheinland-Pfalz sowie dem
Bundesbildungsministeriumausgehenden Initiative BORIS
(Berufliche Orientierung – Regionale Initiative zur Schulentwicklung) entwickelte das Lehrerteam der Realschule
Rockenhausen eine Konzeption unterschiedlicher Aktivitäten. Die Schule ist dem
Projekt BORIS und dem Europaprojekt Comenius angeschlossen. Da nur sehr wenige
zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen, werden kontinuierlich Partner gesucht.
Was wird getan?
Die Realschule Rockenhausen betreibt Schulentwicklung auf mehreren Ebenen mit dem Schwerpunkt Mathematik-Naturwissenschaft und Technik. Ihr Ziel ist es, Schüler optimal auf das spätere Berufsleben oder eine weiterführende Schule vorzubereiten, besonders im Hinblick aufFachkompetenz, Cross Curricular Competencies und den Erziehungsauftrag.
S
chulleitung sowie das
gesamte Lehrerkollegium stehen hinter der Schwerpunktsetzung und
Projektdurchführung. In Zusammenarbeit mit Schülern, Eltern und dem
Wirtschaftspartner KEIPER GmbH & Co haben sie den Ist-Zustand des Schulkonzepts
analysiert. Darauf aufbauend entstand das Konzept für eine Weiterentwicklung im
Unterrichtsbereich und die Bündelung existierender Aktivitäten. Um die
Berufsorientierung zu stärken, wurden Wahlpflichtfächer – so auch das
Teilgebiet Elektronik – eingeführt und ihre Stundenzahl erhöht.
Die
enge Kooperation mit der Firma KEIPER & Co ermöglicht, den Lernort für
Naturwissenschaften mitunter in deren Lernwerkstatt zu verlegen. Dabei stehen
Ausbilder des Unternehmens als Lehrkräfte für die Schüler zur Verfügung. Die
Kooperation geht so weit, dass das Unternehmen englischsprachige
Mitarbeiterschulungsunterlagen zur Verfügung stellt und den Lehrern
Betriebspraktika anbietet. Aber auch das Unternehmen profitiert von
der Zusammenarbeit: Mitarbeiter
und Auszubildende erhalten Fortbildungen von Lehrkräften der Realschule.
Ein wichtiger Aspekt der
naturwissenschaftlichen Profilbildung ist die klassenweise Aufhebung der Koedukation
in den Fächern Physik und Chemie, um Mädchen im Bereich der Naturwissenschaften.
Was ist das
Besondere an diesem Projekt/der Maßnahme?
Indem das Konzept
Stundentafel und Arbeitsplaninhalte neu organisiert sowie inhaltliche Akzente setzt,
verbindet es Innovation und Tradition, sowie Evaluierung und Weiterentwicklung.
Wichtig ist neben dem breit angelegten Spektrum der Aktivitäten die umfassende
Zusammenarbeit und Förderung aller Akteure, da eine
Profilbildung im ländlichen Raum trotz Schwerpunktbildung allen Fachbereichen
gerecht werden muss.
Kollegium, Eltern, Schüler
und Wirtschaftspartner arbeiten in dem Projektrahmen sehr eng zusammen. So
haben Fach- und Gesamtkonferenzen das Konzept verabschiedet,
Schülerversammlungen, Studientage und Fortbildungsveranstaltungen finden in
regelmäßigen Abständen statt.
Erfahrungen und
Empfehlungen
Sowohl
Schüler als auch Lehrer wurden durch das Konzept stark motiviert. Dies zeigt
sich zumBeispiel in den Plänen für
einen Schülerladen als Mini-Unternehmen, die aus dem Projekt B.O.S.S. (Berufliche
Orientierung – Schüler als Selbstständige) 2000, bei dem Schüler und
Unternehmer gemeinsam in Workshops über das Thema „Existenzgründung“
diskutieren, hervorgingen.
Eine Abstimmung im
Lehrerkollegium, deren Ergebnis die Änderung der Stundentafel war, macht deutlich,
dass eine starke Identifizierung mit der Schulentwicklung stattfindet. Die
Firma KEIPER GmbH & Co gewann durch ihre Kooperation in dem Projekt neue
Auszubildende aus dem Kreis der Schulabgänger. Die Resonanz auf die Auflösung
der Koedukation war ebenfalls positiv: die Mehrheit der Schülerinnen der Klasse
8 votierte in einer Abstimmung für ein Beibehalten der Geschlechtertrennung im
Chemieunterricht. Es ist eine rege Beteiligung und große
Experimentierfreudigkeit bei den Schülerinnen zu beobachten.
Mit
diesem Schulkonzept errang die Realschule Rockenhausen im Juni 2001 den 1. Preis
imLandeswettbewerb „Qualität schulischer Arbeit in
Rheinland-Pfalz“. Im Rahmen des ProjektesB.O.S.S. 1999 entwickelte
die Realschule ein Konzept, das im Jahr 2000 von 40 Schulen landesweit übernommen
wurde. Dennoch wünschen sich die Initiatoren, noch stärker als Multiplikatoren
genutzt zu werden.
Der Erfolg des Projektes
lässt sich unter anderem auf die konkrete Konzeption und die Offenheit des Lehrerkollegiums
gegenüber Neuem zurückführen.
Ansprechpartner
Christiane Schönauer-Gragg (Schulleitung)
Alexandra Brüchert (BORIS-Koordinatorin)
Realschule Rockenhausen
Mühlackerweg 24c
67806 Rockenhausen
Tel.: 0 63 61/92 13 30
Fax: 0 63 61/92 13 31
E-mail: cbsg "at" gragg.de
Homepage: www.rsrok.de