- Pressebericht
30. Okt. 02
Schüler schauen in unternehmerische Welt der
Bosse
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ROCKENHAUSEN:
IGSMR und Realschule veranstalten Existenzgründer-Initiative -
"Mit Motivation kann man Erfolg haben"
Auch wenn Andreas Meyer nicht der Beste in der Schule war, hat er es
dennoch zu einem erfolgreichen Unternehmer geschafft. Lernen ist aber
trotzdem wichtig, erklärt er den Schülern am Boss-Tag an IGSMR und
Realschule. Sonst hätte er es nicht dahin gebracht wo er heute steht - das
will er vermitteln.
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Der Rockenhausener Unternehmer Andreas Meyer hat im Klassenraum
eine Schiene aufgebaut, auf der eine Kamera fährt, die zusätzlich in alle
Richtungen schwenkbar ist. Solche Systeme entwickelt Meyer, der in Rockehausen
über 30 Mitarbeiter beschäftigt und damit rund vier Millionen Euro umsetzt.
Seine Produkte kommen dann bei Sportübertragungen zum Einsatz und verkaufen sich
weltweit. Sogar bei den Boxenstopps der Formel-Eins sind die Kameras aus
Rockenhausen dabei. Durch die Rockenhausener Realschule habe er sich früher nur
geschleppt.
Aber "später ist bei mir der Groschen gefallen", erklärt er den
aufmerksamen Schülern. Die Erkenntnis, dass man nicht für andere, sondern für
sich selbst lernt, habe ihm einen enormen Leistungschub gegeben. LehrerinGertrud
Scheidt fügt hinzu, dass der Groschen aber auch ruhig eher fallen könne.
Insgesamt neun mittelständische Unternehmer stellen an diesem Boss-Tag ihre
Wirtschaftsideen den Schülern vor.
Mit dabei sind Christoph Rubel vom Schlosshotel
Rockenhausen, Frisörin und Innungsmeisterin Brigitte
Mannert aus Alsenz, Mirella Cina und Petra Stella vom Fitness-Club Frau
aktiv in Rockenhausen, Erik Jennewein vom Hof und Hotel
Klostermühle in Münchweiler, Thomas Bock von der Media
Connection in Kirchheimbolanden, Krankengymnastin Ulrike
Alt aus Dielkirchen, Installateur und Schlosser Dietmar
Keller und Dr. Bursy-Witschel mit moderner
Lasermedizin aus Kirchheimbolanden. Auch Walter Strutz vom
Mainzer Wirtschaftsministerium ist in die Donnersberghalle gekommen, um den
Schülern den Weg in die Selbständigkeit schmackhaft zu machen. Auch wenn man am
Wochenende arbeiten müsse und keine geregelten Arbeitszeiten habe, "kommen heute
vielleicht einige zu der Ansicht: Es lohnt sich, einmal Boss zu werden".
Mit dem Boss-Tag an rund 45 Schulen im Land will das Ministerium
den Mittelstand unterstützen. Rund 450 Unternehmer haben sich bereit erklärt,
dabei mit zu machen. Begleitet wird dieser Tag von Umfragen, die feststellen
sollen, ob sich im Laufe des Tages die Meinung der Schüler zur Selbständigkeit
geändert hat. Beim Workshop von Unternehmer Andreas Meyer ist auch das
SWR-Fernsehen dabei. Vielleicht sind die Schüler auch deshalb etwas
zurückhaltend. Die Fragen, die sie stellen, haben sie schon auf Zettelchen
vorbereitet. Auch ihre Lehrerin gibt zu, dass die ihre Schüler die Informationen
über Umsatz und Wirtschaftpolitik vielleicht noch nicht einordnen können. Viel
wichtiger sei aber zu sehen, dass im Leben viele Wege offen seien. "Auch wenn
man mit Ach und Krach durch die Mittlere Reife kommt", könne man im Beruf Erfolg
haben, wenn man seine Nische finde, sagt sie. Und da stimmt sie auch mit Andreas
Meyer überein, der den Schülern zeigen will, "dass man mit Motivation auch dann
Erfolg haben kann, wenn man keinen reichen Vater hat." (muc)
RON - RHEINPFALZ ONLINE, 30. Okt. 2002
BOSS-Startseite
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