Comenius  - Comenius 99--------
Europa    "Energiesparmaßnahmen" waren das Thema des Sokratesprogrammes '99, Projekt Comenius. Die drei Partnerschulen aus Deutschland, Österreich und Ungarn hatten sich im Frühjahr 1999 auf das Thema geeinigt. Alle drei Schulen, die Realschule Rockenhausen, das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium in Leibnitz und das Zrinyi- Miklos-Gymnasium in Zalaegerszeg, wollten den Themenbereich Umweltschutz mit diesem Unterthema weiter ausbauen und den Schülern nahe bringen.
Europa   Die Realschule Rockenhausen hatte schon im Herbst 1998, nach einem Studienbesuch bei dem Bundesgymnasium in Leibnitz mit den Vorbereitungen begonnen. Die Kollegen am Gymnasium in Leibnitz hatten uns sehr eindrucksvoll ihren österreichischen Modellversuch präsentiert, den sie "Naturwissenschaftliches Labor" nannten und in dem die Kollegen der Realschule sofort einen Schwerpunkt des Realschulbereichs, das Wahlpflichtfach Mathematik - Naturwissenschaften erkannten.

Laborarbeit

 
Europa   Unsere Kollegen demonstrierten ihr "Naturwissenschaftliches Labor"an sehr eindrucksvollen Beispielen. Hier wird versucht eine enge Verzahnung der Fächer Physik, Chemie und Biologie zu erreichen. Daneben sollen aber auch verstärkt praktische Versuche die Laborarbeit anschaulich und effizient gestalten.

Europa   Nach der Rückkehr griff das Projektteam diesen Gedanken der österreichischen Partner auf und man war sich schnell darüber im klaren, dass die Realschule hier schon in soweit einen Schritt weiter sei, als das Fach Mathematik-Naturwissenschaften, das ja die Fachbreiche Physik, Chemie und Mathematik enthält, schon vorhanden sei. Nun wollte man das Projekt noch erweitern auf die Fächer Biologie und Erdkunde. Sehr schnell war ein fächerübergreifender Rahmenplan geschaffen, der die Thematik "Energiesparen" auf die Fächer Biologie, Chemie, Erdkunde und Physik verteilte.:
 Für das Projekt '99 wurden zwei zehnte Klassen gewonnen, so dass es parallel an zwei verschiedenen Schülergruppen durchgeführt werden konnte und eine objektivere Ergebnissicherung möglich war. Das Projekt dauerte zwei Wochen und sieben Kollegen nahmen daran teil. Bewusst fand das Projekt im Rahmen der normalen Unterrichtszeit statt, denn nur so war eine Überprüfung auf Alltagstauglichkeit möglich. Der Projektarbeit kam man nur soweit entgegen, dass in den FächernPhysik und Chemie in halben Klassen unterrichtet wurde, nur so war eine umfassende praktische Arbeit in diesen Fächern möglich. Aus dem gleichen Grund fand der Unterricht in diesen Fächern auch in Doppelstunden statt. Die einzelnen Fächer beschäftigten sich mit dem jeweils fachspezifischen Teilaspekt des Themas "Energiesparmaßnahmen".

 Die Chemie behandelte als Schwerpunkt die Kunststoffe und ihre Nutzung als Dämmstoffe. Der Physikunterricht erklärte der Begriff Energie und zeigte Wirkungsgrade und Einsparungsmöglichkeiten . Der Biologieunterricht beschäftigte sich mit dem Verlust von Energie bei der Veredlung. Alternative Energiequellen wurden dann schließlich im Erdkundeunterricht thematisiert. Hier eine tabellarische Übersicht des "Vernetzten Lernens"..

 Am Ende des Unterrichtsprojekts stand eine Führung in den Energiesparhäusern der Firma Becher in St.Alban auf dem Programm. Hier wurde den Schülern am praktischen Beispiel, wie wichtig Energiesparen gerade beim Hausbau und welche Mengen Energie gespart werden können, wenn man bereit ist neue Wege zu gehen . Die "Solar-Haus-Becher GmbH" demonstrierte wie umweltgerechtes Bauen mit ökologisch einwandfreiem Material und entsprechender Architektur möglich ist.

 Das Projektteam war sehr zufrieden mit dem Ergebnis seiner Arbeit und stellte die Projektergebnisse in einer Mappe zusammen, die im August bereits auf dem Projekttag des Zrinyi-Miklos-Gymnasiums in Zalaegerszeg/Ungarn präsentiert wurde. Die ungarische Schule beschloss daraufhin, im nächsten Jahr ein ähnliches Projekt im Rahmen des Sokratesprogrammes zu starten. Am "Tag der offenen Tür" der Realschule Rockenhausen wurden die Projektergebnisse mit Unterstützung der Firma Becher der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 Im April 99 stellte unsere Schule das Projektergebnis dem Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium in Leibnitz/Österreich anlässlich einer österreichweiten Fortbildungsveranstaltung mit dem Thema "Naturwissenschafltliches Labor" vor. Beim dortigen Erfahrungsaustausch werden die Kollegen sicher weitere Anregungen erhalten, so dass auch dieses Projekt weiter geführt werden kann, mit einem neuen Unterthema und eventuell einem erweiterten Teilnehmerbereich, auch was die Fächer betrifft. Hier ist zum Beispiel an die Einbeziehung der Fächer Deutsch und Bildende Kunst gedacht.

 

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