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 Gruppenfoto 10b
 Der Kapitän erklärt ...
 Im Hafen von Texel
 Jeden Tag musste in der Kombüse selbst gekocht werden...
 Das Klüvernetz
 Immer weiter kurbeln...
 Einkaufstour mit Fahrrädern
 ...und jetzt die Segel hoch...
 Uta in Aktion
 Das wohl verdiente Abendessen
Von Simone Hemmer, Frederic Graefen, Thorsten Kessler
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Abfahrt
: Sonntag, 24.09.2000 gegen 16 Uhr am
Busbahnhof Rockenhausen Rückfahrt:
Freitag, 29.09.2000 gegen 16 Uhr in Kampen Begleitpersonen
: Petra "Pedi" Böttger, Andreas
"Reinhardsen" Reinhard
Sonntag,
24.09.2000: Nach einer 5-stündigen Fahrt erreichten wir
gegen 21 Uhr den Hafen von Kampen/Holland. Wir luden unsere Taschen
samt Essen aus dem Bus und trugen diese über zwei andere Schiffe auf
unsere "Almaght". Herr Reinhard achtete, während wir schufteten, auf
unser Hab und Gut, um dann, wie sich herausstellte, in diversen
holländischen Wohnzimmern die Formel 1 in Indianapolis verfolgen zu
können (Schumi gewann übrigens!). Nachdem wir unsere Kajüten
eingeräumt und die Küche mit Lebensmitteln zugestellt hatten,
begrüßte uns Kapitän "Willem". Er erklärte "seine" Regeln auf und
unter Deck, während er seinen Stumpen fertig rauchte und klärte uns
mit dem Hinweis "Trinkt nicht aus die Klos!" über die knappen
Wasserverhältnisse (10.000 Liter !!!) an Bord auf. Während seines
Vortrags, in dem er auch Handys während des Tages verbot, klingelte
- wie sollte es auch anders sein - ausgerechnet Flos wichtige
Unterhaltungselektronik, womit der erste "Freiwillige" für eventuell
anfallende Zusatzdienste schon gefunden war.
Montag,
25.09.2000: Nach dem Frühstück, das wir extra früher
begannen, um möglichst viel vom Tag zu haben, fuhren wir immerhin
ganze 300 Meter. Dann mussten wir erst mal bis etwa 12.00 Uhr tanken
(Kommentar des Maats: "Es dauert halt so lang wie es dauert!").
Schließlich waren wir soweit, dass wir auf dem Seitenarm des
Ijsselmeeres etwa 1½ Stunden fahren konnten. Wir bekamen von unserem
Maat Bart (Er legte Wert darauf, kein Simpson zu sein!) erklärt, wie
wir die Segel zu raffen hatten und wie verschiedene Knoten gebunden
werden. Endlich erreichten wir das Meer und dachten, etwas
entspannen zu können. Allerdings wurden wir genau in diesem Moment
aufgefordert, die Segel zu setzen. Nachmittags kamen wir in ein
Schönwettergebiet - leider ohne jeglichen Wind - was zur Folge
hatte, dass wir den ersten Zielhafen Stavoren völlig unromantisch
mit Motorkraft ansteuern mussten. Abends ging es dann erst mal ins
Dorf. Wir vertrieben uns dort die Zeit mit der Suche nach einer
Disco, aber an so etwas war dort überhaupt nicht zu denken.
Dienstag,
26.09.2000: Gleich am zweiten Tag bekamen wir den Regen zu
spüren. Auch der Wind blies uns kräftig um die Ohren. Doch zum Glück
fiel niemand über Bord und es war auch keiner dem Erbrechen nahe.
Außer Thorsten, den eine Grippe plagte, ging es allen gut. Wir
hatten manchmal richtig Sorgen um ihn - sogar Nicole, die ihn mit
ihrem komischen Stirnthermometer bemutterte. Wir bekamen erste Rügen
vom Maat, weil die Segel von uns schlecht gefaltet worden waren.
Aber davon ließen wir uns nicht kleinkriegen, und schließlich
packten wir es durch den großen Abschlussdeich hinaus auf die
Nordsee. Abends erreichten wir den Hafen der Nordseeinsel Texel. Da
unser Vorrat zu diesem Zeitpunkt schon recht knapp war (Seeluft
macht eben hungrig), liehen wir (Uta, Simone, Sarah, Thorsten,
Dennis, Herr Reinhardsen und Pedi) uns echte Hollandräder aus, um
richtig fett einzukaufen. Nach einer kleinen Radtour stürmten wir
den holländischen ALDI. Neben "geribbelde" Paprikachips fanden wir
noch Vla (Pudding zum Trinken - lecker !!). Wieder zurück wollte
schließlich jeder mal per Zweirad die Gegend erkunden, und so waren
wir bis zum Abendessen alle beschäftigt. Der Discobus, der dann
gegen 21 Uhr fast die komplette Klasse abholen sollte, kam auf
unergründliche Weise nicht, was zur Folge hatte, dass die Disco von
uns erst mit einstündiger Verspätung besucht werden konnte.
(Anmerkung der "Pfleger": Dafür gab's dann ausnahmsweise mal eine
Stunde länger
Ausgang.)
Mittwoch, 27.09.2000:
An diesem Tag liefen wir
erst nach Mittag aus dem Hafen aus, da viele am Morgen noch mit dem
Schreiben einiger Ansichtskarten und der Erkundung der näheren
Umgebung des Hafenstädtchens beschäftigt waren. Bart und Willem
unterhielten sich von diesem Tag an in jeder freien Minute mit
unseren Mädels. Das Segelwetter war heute perfekt: starker Wind und
Sonnenschein. Und so segelten wir zurück aufs Ijsselmeer bis nach
Medemblik. Abends suchten dort einige vergebens nach einem
Backfisch-Shop. Sie begnügten sich dann aber mit einem Schnellimbiss
(das zu gut gewürzte Chili der Köche mit viel Tabasco (!) kam nicht
bei allen so gut an).
Donnerstag, 28.9.2000: Der vorletzte Tag: Sturmwarnung!! Windstärke 7 -
die Segel könnten reißen. Also mussten wir früher auslaufen und
konnten nur sehr wenig segeln. Doch das richtig !! Die "Almaght"
hatte eine Schräglage von etwa 35°. Bei der Wende wurde es etwas
ungemütlich, da das Schiff aus der linken in die rechte Lage kam.
Mittags hieß es wieder Segel einholen und zusammenbinden, was bei
Sturm nicht gerade einfach war. Im Hafen falteten wir die großen
Leintücher und packten sie ordentlich ein, was auf See unmöglich
gewesen wäre. Heute war Enkhuizen unser Ziel. Dort angekommen wurden
Sarah und Jasmin zum Deckschrubben abgeordnet - das Salzwasser der
Nordsee musste runter. Den Abend verbrachten wir dieses Mal in der
Disco, doch schon um 22 Uhr waren alle zurück auf der "Almaght". Und
unsere "Pfleger" waren angeblich auf der Suche nach einer
Telefonzelle (1 Stunde lang !!). Bis mindestens 5 Uhr haben wir dann
erzählt und Witze gerissen. Zlauger bereitete uns Fünfen (Freddy,
Wolle, Dennis, Zlauger und Thosti) eine "wohlschmeckende"
Tomatensuppe mit viel Tabasco, denn wir machten ganz durch!
Freitag, 29.09.2000:
Heute, an unserem letzten
Tag, ging es wieder früh los – trotz langer Nacht - und es gab
einiges zu tun. Das gesamte Schiff war sowohl innen als auch außen
zu reinigen. Das hieß: Klos putzen, Kajüten reinigen, Bettwäsche in
den Kojen abziehen, Staubsaugen, Salon wischen, Müll entsorgen und
vor allem Klamotten und Restvorräte einpacken. Das Kochteam
erwischte es besonders schlimm. Es musste die gesamte Küche bis in
den kleinsten Winkel putzen. Ein letztes Mal Segel setzen, einholen,
falten und verpacken. Die Taschen wurden an Deck getragen und wir
fuhren mit Motor den Seitenarm des Ijsselmeeres entlang zurück nach
Kampen. Dort angelangt wurde das Gepäck in den Bus verfrachtet. Dann
hieß es Abschied nehmen von Willem und Bart und unserer "Almaght".
Schweren Herzens aber auch ziemlich müde stiegen wir in den Bus, mit
dem wir dann nachts um 23 Uhr nach vielen Staus aber lauthals
singend in Rockenhausen ankamen.
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