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Französischschüler in
Saint Malo |
Es ist Montag, den
18. März 21 Uhr 45 . In der Dunkelheit, unter dem Regen kann man nicht
feststellen, ob Freude oder Traurigkeit auf den Gesichtern anzumerken sind , aber pünktlich sind auf jeden Fall alle
und Punkt 22 Uhr starten wir Richtung Saint Malo. Es wird eine lange Nachtreise
sein, denn vorgesehen ist Ankunft am
Dienstag gegen Mittag...Grosse Ruhe herrscht im Bus ,
wobei ich auf eine anstrengende Nacht mit vielen Interventionen programmiert
war...Ich glaube doch, dass das Heimweh die meisten gepackt hat, zum ersten Mal
soweit weg von den lieben Eltern und noch dazu in ein Land zu fahren, wo man das
Sprachwerkzeug kaum beherrscht !!! In solchen Fällen gilt es
nur:
"Augen zu und durch" und das haben
wir auch alle gemacht, und als wir die Augen wieder aufgemacht haben , waren
wir laut Busfahrer in Paris ....Wo kann nur der Eiffelturm sein? Und wonach
suchen unsere Busfahrer in aller gottesfrühen Stunde ? Es war nämlich 4 Uhr
morgens und diese enge Strassen sahen nicht nach Paris aus!! Jetzt haben wir es
.. Wir waren auf der Suche nach einer
Werkstatt , da die Scheibenwischer gestreikt haben. Nach mehreren
Telephongesprächen mit einer "dépanneuse" ( Pannenhilfe), die nie
kam, haben wir doch unsere Fahrt weitergesetzt, da unsere Busfahrer doch
eigenständig das Malheur beseitigt
haben. Aber was soll ´s, zwei Stunden Zeit haben diejenigen gehabt, die Mut
hatten, mit dem Tankwartbezitzer zu parlieren
...
Gegen zwei Uhr nachmittags kamen wir an.

Es war zwar kein Schloss, und natürlich sind die Jugendherbergen bei uns viel schöner ...,
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aber schlafen konnte man doch
ganz gut .Und zu jedem Treffpunkt waren alle immer pünktlich.
Dazu hatten wir das Meer fünf Minuten zu Fuß, also nichts wie ran!!

Es war ja noch kein Hochsommer , aber probiert
wurde alles .


Die wasserscheu oder doch kältescheu waren , haben sich mit einem Spaziergang durch die Felsen zufrieden gegeben. Diese Stadt wurde noch besichtigt und die Postkarten gekauft und auch gleich am nächsten Tag geschickt...

denn nicht jeder kann
behaupten, dass er Mitte März in der
Bretagne war und so gut wie gar keinen Regen gesehen hat!
Am nächsten Tag Kulturprogramm, Stadtrundfahrt durch Saint Malo :



Innerhalb zwei Stunden wurde uns die Geschichte von Saint Malo durch eine ehemals in Deutschland lebende Französin erklärt und keiner hat sich gelangweilt Nach dieser riesigen Konzentrationsanstrengung (und das noch in den Ferien!) haben wir alle unser Mittagessen verdient. Zu dritt , zu viert versuchen die Schüler, auf eigener Faust die Stadt zu erkundigen, und wie konnte es anders sein!!


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Manche Mädchen haben es sogar geschafft,
Tee Hirt zu kaufen. Am Treffpunkt wurde aufgeregt erzählt über
Verständnisses oder Missverständnisse, die diese drei
Stunden "Ausgang"
erzeugt haben und jeder wollte dann nach Hause ans Meer wieder
gehen. Man soll dazu sagen, dass ein gutes Drittel der Schüler
zum ersten Mal das Meer gesehen
haben.


Mit einem großen Hunger und vieler Spannung ging man dann zur Refertoire (Esssaal).Ob heute endlich Wurst zum Salat geben wird!? Nein, immer noch nicht, Soviel Salat und so schön präsentiert und was ist das? Reis?? Nein Couscous . Die Franzosen haben zwar kein Döner, aber dafür viel Nordafrikanisches , ..na ja die Wurst schmeckt gut, nur ein Glück, dass keiner gewusst hatte, dass es eine Lammwurst war! Nur einer wusste die Käseplatte zu würdigen, denn die anderen hatten nur Musik im Kopf oder wollten noch mal ans Meer oder einfach Skat spielen mit den zwei Lehrerinnen, die sich gut verteidigen konnten.
Morgen heißt es früh aufstehen, denn da steht viel im Programm. Also um halb neun sind wir schon auf dem Markt in Sannt Malo, fast früher als die Marktfrauen. Endlich sehen wir die Stände und die berühmten " Marche de légumes et de vetements", die uns so viele Rätsel in unseren Französischbüchern bereitet haben. Frau Schneider kokettiert sogar mit ihrem neuen Schal, aber uns war nur die Austern interessant. Werden wir es wagen?? Na ja , wenn so viele Franzosen es überlebt haben, dann wird es doch nicht giftig sein!



Und diese Markthalle!
Lauter unbekannte Fische
, „Cremten“ , Langusten und die Marktfrauen versuchen es so freundlich, uns die Namen beizubringen.
Aber schon müssen wir zu unserem nächsten Rendez -vous, zu der Zwiebackfabrik. Verkleidet wurden wir alle (der Hygiene zuliebe ) und probieren dürften wir sogar.


Na ja es könnte ein bisschen mehr Geschmack haben, aber es ist ja bekannt , dass die Franzosen keine große Kuchenbacker sind. Nach dem großen Mitbringsel- Einkauf in der Fabrik, fuhren wir zum berühmten Mont Saint Michel , schwierig die ganze Gruppe mit der imposanten Kirche auf einem Blatt zu kriegen!

Nach diesem anstrengenden Tag sind wir dann zu unserem französischen Dinner "nach Hause" gefahren. Abends hatten wir noch die blendende Idee am Strand ein romantisches Lagerfeuer zu machen , aber nach einer Stunde wurden wir von der Polizei verjagt , noch ein Glück, dass keiner von uns kein Wort französisch weder gesprochen noch verstanden hatte...(!) .
Den letzten Tag wollten
wir noch gemütlich machen, es wäre uns auch beinahe gelungen, denn der Regen kam
dann. Nach einem letzten Versuch, in einem anständigen Fischrestaurant
zu essen, haben wir noch große Promenaden in Dinard gemacht . Kein großes Programm
mehr wurde unternommen, denn morgen wird
Paris anstrengend.
Um 8 Uhr morgens waren wir schon aus dem Haus und los ging´s Richtung Paris. Um 2 Uhr nachmittags haben unsere Busfahrer einen kostenlosen Parkplatz gefunden und nach den letzten Empfehlungen, ging die ganze Truppe durch die Metros von Paris. Die Kirche von Sacré Coeur wurde von den mutigsten erklommen, während die anderen durch die Place du Tertre geschlendert sind. Auf den Champs Elysées konnten wir Pariser Flair genießen (Parfumerie, Klamotten, elegante und weniger elegante Leute ) aber schon zieht es uns zum Louvre weiter, die Füße wurden immer müder und eine große Pause wurde benötigt unter der Pyramide und endlich gegen 10 Uhr erreichten wir den Tour Eiffel , denn wegen dieser alten Dame wollten wir ja nach Paris !! Die Entrittskarten wurden verhandelt (was so günstig!!). Die letzten Unentschlossenen überzeugt, "komm so hoch ist es wieder nicht!" und die müden Füße wurden auf einmal ganz leicht.
Ein bisschen zu lange
diese Warterei vor dem Aufzug, aber wir waren oben und noch schöner, wir haben
niemanden unterwegs verloren! Letzte Metrofahrt zu unserem Bus ,wo unsere
Busfahrer uns mit einer echten deutschen Bockwurst erwartet haben und ich glaube, dass niemand mehr sich nach
etwas anderem gesehnt hat als nach schlafen. Und wach wurden wir erst in der
Nähe von Kaiserslautern , wo jeder seine Eltern angerufen hat. Wie konnte man
den verschlafenen Eltern so was antun und das noch an einem Samstag ! Aber wenn
es zu wiederholen wäre, würden wir es noch mal tun, nur mit mehr Zeit, da die
Fahrt doch sehr lang war für so einen kurzen Aufenthalt!
Mit Freude und Begeisterung habe ich die Schüler begleitet und wünsche Frau Stutzmann eine baldige Genesung.
Von Lalao Lenhardt (der wir ganz herzlich für ihre große Unterstützung vor, während und auch nach der Frankreichfahrt danken!)