I ch hab' meinen Platz gar nicht mehr gefunden"

ROCKENHAUSEN: 600 Teilnehmer bei „Ehemaligen-Treffen" der Realschule - Alte Fotos und Abgänger-T-Shirts „ausgegraben"

Um „Neue" bemühen, aber auch die „Alten" nicht vergessen: Alle zehn Jahre lädt die Realschule Rockenhausen ihre „Ehemaligen" ein - so auch anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Schule am „Herbstfest-Samstag" in der Donnersberghalle.

Ein kleines Präsent gab es für die „Ex-Schüler" an der Kasse am Eingang: Eine Tasse, die symbolisch zeigen soll, dass die Realschule „so schnell nicht umkippt".

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Alle 2482 ehemaligen Realschüler konnten Organisator und Vorsitzender des Fördervereins Joachim Bayer sowie Schulleiterin Christiane Schönauer-Gragg nicht begrüßen. Diese erklärte, dass aus organisatorischen Gründen nur diejenigen schriftlich eingeladen wurden, die nicht im direkten Einzugsgebiet der Schule wohnen.

An den Tischen zeigten Schilder die jeweilige „Abgangs-Jahreszahl" an. Immerhin 600 Personen statteten ihrer ehemaligen Schule einen Besuch ab. Die konnte bei zwei Führungen besichtigt werden. Einige staunten nicht schlecht, was sich im Laufe der Zeit alles verändert hat. „Ich hab" meinen Platz gar nicht mehr gefunden", stellte ein Ehemaliger fest. Ein Programm gab es für diesen Tag (bewusst) nicht: Die Gespräche sollten im Vordergrund stehen. Einige hatten alte Fotos dabei, andere sogar ihr Abgänger-T-Shirt „ausgegraben". Naturgemäß gab es viel Gesprächsbedarf. Beliebteste Frage: „Was machschen du jetz so?" Die „Abgänger" von 1996 hatten sogar noch 300 Euro in ihrer Klassenkasse. Isabelle Rhein teilte stellvertretend für ihre alte Klasse mit, dass das Geld der Realschule gespendet wird: „Wir haben zu danken", so Rhein.

Gekommen waren auch viele ehemalige Lehrkräfte - die sich zum Teil besser erinnerten als ihre Schüler. „Ich hab" mir mal dein Berufskunde-Heft ausgeliehen", wusste etwa Rainer Lintz, früher Sport- und Erdkundelehrer an der Realschule - da staunte selbst der ehemalige Schüler nicht schlecht. Ulrike Reuter-Schneider, langjährige Französisch- und Sportlehrerin, lobte den großen Aufwand der vielen Helfer: „Schön gemacht hier."

Für seine direkte Art war der ehemalige Deutsch- und Sportlehrer Walter Paul bekannt. Daran hat sich nichts geändert, wie ein früherer Schüler erfahren musste: „Du bisch e ganz schäner Koffer geb." Auch Jutta Leib hatte viele Erinnerungen aufzufrischen: Seit 1969 ist sie schon Sekretärin, hat 1971 die erste Abgangsklasse und 2006 die „frischesten" Abgänger miterlebt. Sie ist die „gute Seele" der Schule.

Einige Ehemalige hatten im Kinderwagen auch ihren Nachwuchs dabei - Realschüler von morgen? (ssl)

Quelle: Rheinpfalz, 13. September 2006