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ressebericht - Mai 2009


Gute Absprache wichtiger als Rechenkünste

WINNWEILER: IGS und Realschule Rockenhausen sowie Nordpfalzgymnasium Kirchheimbolanden Preisträger bei „Mathematik ohne Grenzen"

Erfolgreich: Die 10b der Realschule Rockenhausen hat den Sonderpreis für die beste Nordpfälzer Realschule erhalten.




Mit Organisationstalent, Fremdsprachenkenntnissen und mathematischen Fähigkeiten haben der Mathematik-E2-Kurs der Integrierten Gesamtschule Rockenhausen (IGS) und die 10c des Kirchheimbolandener Nordpfalz-Gymnasiums beim Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen" (MoG) überzeugt: Die Schüler haben in der Region Nordpfalz bei den zehnten Klassen den mit jeweils 325 Euro dotierten zweiten Platz belegt. Die 10b der Realschule Rockenhausen hat bei der Preisverleihung im Festhaus Winnweiler den Sonderpreis für die beste Nordpfälzer Realschule erhalten.

In diesem Jahr gab es ungewöhnlich viele Gewinner. Grund: Viele Sieger-Plätze sind doppelt belegt worden. Bei den zehnten Klassen siegte die 10a des Burggymnasiums Kaiserslautern, auf Platz zwei folgten gemeinsam NPG und IGS. Platz vier teilten sich die 10b des Gymnasiums Kusel und die 10d des Gymnasiums am Rittersberg aus Kaiserslautern. Bei den Elftklässlern belegte der Kurs 11M2 des Hohenstaufen-Gymnasiums in Kaiserslautern den ersten Platz. Zweiter wurde der Kurs 11M3 des Gymnasiums am Rittersberg, auf Platz drei folgten gemeinsam der Kurs 11M1 des Sickingen-Gymnasium Landstuhl und der 11M1 des Sankt Franziskus Gymnasiums Kaiserslautern. Platz fünf sicherten sich der Kurs 11M1 des Burggymnasiums Kaiserslautern und der 11M1 des Gymnasiums an der Heinzenwies aus Idar-Oberstein. Den Sonderpreis als bester Grundkurs hat der Kurs 11m2 des Gymnasiums Idar-Oberstein erhalten. Auch für nicht platzierte Teilnehmer gab es mit etwas Losglück T-Shirts mit dem MoG-Logo darauf.

„Dabei zu sein ist schon ein Gewinn", betonte Wettbewerbsleiterin Gabriele Lapport zu Beginn der 14. Preisverleihung. Sie wies darauf hin, dass bei MoG eine gute Absprache zwischen den Schülern wichtiger als mathematische Kenntnisse sei. Kommunikation und Organisation seien die Mittel zum Sieg. Dies zeige auch der diesjährige Wettbewerb: Sie habe festgestellt, dass unter den Preisträgern nicht unbedingt die Klassen mit dem besten Notendurchschnitt gewesen sind. Außerdem freute sie sich, dass der Wettbewerb nun an allen rheinland-pfälzischen Schulen durchgeführt werde.

Albert Graf, Schuldezernent des Donnersbergkreises, blickte auf seine eigene Schulzeit zurück: „Ich erinnere mich an Mathe nicht immer mit Wohlbehagen." Dabei sei es wichtig, Schüler für Mathematik zu begeistern und sie zu motivieren, auf die Universitäten zu gehen. Er freue sich, dass auch die Realschulen den Wettbewerb nicht scheuten. Graf betonte ebenfalls: „Alle Schüler haben gewonnen. Sie haben gemeinsam etwas geschafft und erkannt, dass Mathe auch Spaß machen kann." Rolf Kilian, erster Vorsitzender des MoG-Fördervereins und Initiator des Wettbewerbs in Deutschland, erinnerte an die vielen bürokratischen Hürden, die der Wettbewerb in den Anfangsjahren bewältigen musste. Er betonte, dass der Wettbewerb nicht vom Land gefördert werde und von Sponsoren abhängig sei.

Diesen dankte Gabriele Lapport. Leider sei in diesem Jahr die Privatbrauerei Bischoff nicht mehr unter den Sponsoren, weil kürzlich verboten worden sei, Alkoholwerbung bei einem Wettbewerb für Jugendliche zu machen. Dafür habe man die Firma Keiper vom Konzept des Wettbewerbes überzeugen können. Weitere Sponsoren waren die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und die Lottostiftung Rheinland-Pfalz. Lapport dankte auch der Ortsgemeinde Winnweiler, die das Festhaus zur Verfügung gestellt und wieder Brezeln und Getränke spendiert hatte, sowie den beteiligten Lehrkräften für ihr großes Engagement.

Ein besonderes Schmankerl haben Schüler des Gymnasiums Kusel geboten: Sie hatten verschiedene Sketche einstudiert, die den Zuschauern vor Lachen Tränen in die Augen trieben. Musikalisch begleitet wurde die Preisverleihung von der Big Band des Gymnasiums Kusel unter der Leitung von Hendrik Gesner. Die Band spielte Songs von den Blues Brothers und Alan Silvestri. (jth)

Quelle: Rheinpfalz, 02. Mai 2009