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ressebericht -
Jugend denkt Zukunft
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Ein Laptop für den Urwald ---> Mehr Fotos
ROCKENHAUSEN : 24 Realschüler „denken
Zukunft" - Projekt der Pfalzwerke
Stellen Sie sich vor: Sie haben einen Laptop, mit dem Sie tagelang im Urwald arbeiten können. Oder schreiben, spielen, DVD"s schauen - ohne Strom, völlig unabhängig. Immer. Wie das gehen soll? Mit einer eingebauten Brennstoffzelle, die Wasser in Wasserstoff umwandelt und so den Computer betreibt. „Ist doch Mist mit einem Akku, der nur zwei Stunden hält", meint Martin Jung. Er, Tobias Wolf, Sven Stiller, Peter Krück und Björn Endres von der Realschule Rockenhausen haben sich den immer funktionierenden Laptop ausgedacht und dabei Geschäftsleute als Kunden ins Auge gefasst. Übrigens: Kräftig kurbeln müssten die Benutzer für den Betrieb des Gerätes.
Ganz schön verrückt. Aber genau das sollte es sein. Mit der Aufgabenstellung „alles ist erlaubt, alles ist möglich" schickten die Pfalzwerke diese Woche 24 Rockenhausener Schüler in fünf Gruppen in eine Erfinderwerkstatt. Die war im Visavi Energiezentrum Rockenhausen und erlaubte „mal richtig rumzuspinnen", so Elke Späth von den Pfalzwerken. „Jugend denkt Zukunft" heißt das bundesweite Projekt, das in den nächsten drei Jahren Schüler aus rund 1000 Bildungseinrichtungen zu Zukunftsvisionen animieren soll. Ohne Einschränkungen. Sie sollen sich mit den Trends der Technologie beschäftigen, ein Produkt entwickeln - immer in Zusammenhang mit Energie - und die Marketingstrategie dazu entwicklen. Heute präsentieren die Neuntklässler der Pfalzwerke-Geschäftsleitung ihre Ideen.
Viel Lob gab es für die Nachwuchs-Einsteins bereits bei den Anfangs-Überlegungen, die in den fünf Tagen immer wieder verfeinert wurden - ergänzt durch Vorträge, Planspiele und Betriebsbesichtigungen. Andreas und Armin Krebs von den Pfalzwerken betreuten die Schüler, gaben Tipps, tüftelten mit ihnen und waren oft erstaunt, was den jungen Leuten alles in den Sinn kommt. Zum Beispiel eine Funkstation für Elektroautos. „Da gibt es keine lästige Tankstelle mehr", warb Nadine Willantzki für ihre Idee. Am Straßenrand stehen Funkstationen, die erkennen, wann getankt werden muss. Über Funk wird das erledigt. Die Bezahlung erfolgt übrigens am Jahresende; wenn die Bank ausgerechnet hat, wie viele Kilometer gefahren wurden. Nebenbei würden sie Flügeltüren in die Autos bauen mit Sitzen, die die Fahrer praktisch aus dem Auto heben - „man muss nur noch rausfallen", so Antonia Borghold. „Sehr zukunftsorientiert" bescheinigten die Fachleute. Schon wegen der demografischen Entwicklung.
Eine andere Gruppe überlegte sich, wie man Sommer- und Winterreifen in einem entwickeln kann. „Mit Klettverschluss zum Beispiel - Winterprofil einfach nur noch aufziehen", sprudelte es aus den jungen Erfindern. (asch)
Info
Morgen ist Tag der offenen Tür an der
Realschule (11 bis 15 Uhr). Dort werden die Zukunftsideen den
Besuchern vorgestellt. Außerdem gibt es Aktivitäten, mit denen Geld
für den Wiederaufbau einer Schule in Sri Lanka verdient werden soll.
RHEINPFALZ, 28. Januar 2005
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