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ressebericht: Englandbesuch an der RSROK

Rockenhausen: Fremdsprachenassistentin Kate Ford unterstützt 9 Monate lang

 
 

Fast ein Jahr lang durfte sie den Unterricht der Realschule Rockenhausen mitverfolgen, Deutsch lernen und auch mal selbst unterrichten. Nun ist ihr Deutschlandaufenthalt beendet und die 21-jährige Kate Ford , werdende Sprachlehrerin aus Portsmouth (Süd-England), kehrt zurück in ihr Heimatland.

Stellt sich die Frage warum kam sie überhaupt nach Deutschland? Wie oben kurz erwähnt, ist sie eine "werdende Sprachassistentin", d.h. dass sie an englischen Schulen die deutsche Sprache lehrt. Um ihr Studium zu beenden, musste sie ein Jahr in dem Land verbringen, das die Sprache spricht, die sie später unterrichten wird. Trotzdem ist sie kein "normaler" Lehrer. "An englischen Schulen ist es so", erzählte sie, "man lernt eine Sprache ganz anders als in Deutschland. In England erlernen die Sprachassistenten mit einer kleinen Gruppe aus der Klasse die Sprache. Wir machen weniger Grammatik, dafür aber mehr Hörverständnis und Ausspracheübungen".

Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen englischen und deutschen Schulen antwortete sie, dass ihr vor allem das frühe Aufstehen am Anfang sehr schwer gefallen ist.
"Nicht nur die Schule, auch die meisten anderen Arbeiten beginnen bei uns in England erst später. Die Schule z.B. beginnt erst um neun Uhr, hier um acht. Das machte mir zu Anfang schon Probleme." Auch mit unserer Kultur hatte sie zu Beginn ein paar Probleme: "Ich finde es wirklich anstrengend, darauf achten zu müssen, wann ich etwas einkaufen oder erledigen muss. In England haben fast alle Geschäfte rund um die Uhr oder zumindest an jedem Wochentag geöffnet." Tja, und dann kam natürlich auch die berühmte Frage nach dem Essen... "Ooohh!", schmunzelte sie, "Das ist tatsächlich eine Sache für sich... Ich habe mich auch, um ehrlich zu sein, fast nur von Tiefkühlpizza und Nudeln ernährt. Klar habe ich zunächst einmal das deutsche Essen probiert: Käse, Schinken, Fisch, Brot und sogar Flammkuchen! Aber das deutsche Essen ist doch schon sehr anders! Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich auch zuerst einmal etwas "Richtiges" essen!" Was sie noch "als Erstes" tun wolle, wenn sie wieder zu Hause ist, ist ihre Familie und ihren Hund begrüßen, sich mit Freunden treffen und einfach viel Zeit zu Hause verbringen...zumindest bis das Studium wieder ruft und sie ihre Examen schreiben muss. " Einen Aufsatz über 3000 Wörter werde ich schreiben müssen über mein Jahr an der Realschule Rockenhausen und einen zweiten mit mindestens 500 Wörtern über den Rest meines Deutschlandaufenthalts- auf deutsch versteht sich!" Was sich für uns ganz einfach anhört, ist für sie harte Arbeit: Vokabeln lernen, Grammatik üben, konjugieren usw.

"Das letzte Jahr hat mir sehr geholfen. Ich habe die Sprache, aber auch die Kultur besser kennen und verstehen gelernt und viele neue Freunde gefunden.

Außerdem habe ich auch sehr viel Neues über mich selbst gelernt und ich werde sicher auch einiges mit nach Hause nehmen. So ein Jahr im Ausland wirklich zu empfehlen!" Na, dann wissen wir ja, was wir nächstes Jahr vorhaben...

Wir wünschen dir, Kate, noch alles Gute für die Zukunft- oder wie sagt man so schön? God bless Kate!

Von Barbara Hener, Kl. 9a

Wochenblatt,  05. Juli 2006