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ressebericht - 22. Mai 2006


„Herausragende Vernetzung mit der Region"

ROCKENHAUSEN: Realschule präsentiert sich am Festakt zum 40-jährigen Bestehen in bester Feierlaune
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In bester Feierlaune ließ sich die „Dame" Realschule Rockenhausen zu ihrem Vierzigsten gratulieren. Beim Festakt in der Donnersberghalle wurden zahlreiche Gäste mit einem bunten Programm unterhalten.
Die Realschule käme mit ihren Vierzig ins beste Schwabenalter, zumindest würde das in ihrer Heimat so gesehen, sagte Schulleiterin Christiane Schönauer-Gragg. Zur Erklärung fügte sie hinzu, dass der Schwabe mit vierzig gescheit, weise und abgeklärt werde. Attribute, die auch für die Realschule zutreffen würden.


Gestärkt aus „Kämpfen"

Ministerialdirigent Karl-Heinz Held vom Bildungsministerium ging als Festredner auf Parallelen zwischen dem Gründungsjahr 1966 und dem Jubiläumsjahr 2006 ein. Die Fußballweltmeisterschaft, große Koalition oder der Radweltmeister Rudi Altig hätten ihr Pendant im aktuellen Jahr. Ähnlichkeiten sah er auch in der damals beschriebenen Bildungskatastrophe, die zur „Erfindung" der Realschule als neue Schulform neben Gymnasium und Volksschule geführt hatte. Er ging auch auf die schwierigen neunziger Jahre ein. Die beschlossene Auflösung, die nach Protesten und gerichtlichem Verfahren zurückgenommen wurde, sowie die geplante Verlagerung nach Alsenz seien Kämpfe gewesen, aus denen die Schule gestärkt hervorgegangen sei. „Und das ist gut so", sagte Held. Er sah in diesem Prozess auch die Gesamtschule als starke Schule entstehen und betonte dies als Vorteil für die gesamte Region. Held sprach sich dafür aus, die Krisen nüchtern zu betrachten und zu versuchen, daraus zu lernen. Er denke, dass dieses Lernen noch einmal gebraucht werde. Im Hinblick zum Bevölkerungsrückgang vermutete er, dass in zehn Jahren wieder Änderungen notwendig seien. Man müsse keine Angst haben, sondern die Entwicklung annehmen und etwas gestalten. Er lobte auch die herausragende Vernetzung mit der Region und außerschulische Aktivitäten mit der Wirtschaft. Sein Fazit: „Es gibt kaum eine Realschule im Land, die sich in den so genannten "Realien" so verpflichtet fühlt."

Die geschichtliche Entwicklung der Realschule Rockenhausen zeigte in einer besonderen Form der Beitrag „Unsere Schule". Begleitend zum Vortrag der Schulleiterin wurden für ausgewählte Jahre nacheinander Bilder aus dem Weltgeschehen und zeitgleiche Fotos der Schule gezeigt. Einige Themen setzten Schüler der Theater-AG unter Leitung von Hilde Schneider um. Überragend war die Gruppe bei den Darstellungen zum Thema Schüleraustausch mit Einrichtungen aus Frankreich, USA und Ungarn. Zum Abschluss des Beitrags wurde ein Film der Multimedia-AG gezeigt, die von Thomas Halfmann geleitet wird.

Lehrer-Boogie und Ungarn

Das über dreistündige Programm war locker aufbereitet. Musikalische Beiträge von Big Band (Leitung Renate Bechter) und Chor (Leitung Evelyn Deutschle) sorgten für Abwechslung. Nicht zu vergessen der Rap, den zehn Schüler zum Besten gaben. Sechs Schülerinnen der Klasse 8d führten einen Bändertanz zu orientalischer Musik vor. Musikalisches steuerten auch die Lehrer bei. Zur Melodie „Mein kleiner grüner Kaktus" sangen sie den Geburtstagsgruß; in einer gemischten Band spielten sie den Lehrer-Boogie. Vertreten war auch ein Chor der Partnerschule Zrinyi-Miklos-Gymnasium aus Ungarn. Sie hatten den Termin für den jährlichen Austausch auf das Jubiläum gelegt. Etwas wehmütig kündigte Schönauer-Gragg den vermutlich letzten Auftritt von René Bechberger und Sebastian Türoff als „Drums und Percussion 2005" an. Beide beenden in diesem Jahr die Schule.

Fragen zur Prügelstrafe

Hautnahe Informationen aus den Anfangsjahren der Realschule gab es beim Interview mit dem ersten Schulleiter Rudi Kuntz. Klara Schönenberger und Martin Leister von der Schülervertretung scheuten sich nicht, beispielsweise auch Fragen zur Prügelstrafe zu stellen. Überrascht waren die Zuhörer darüber, dass Kuntz im ersten Jahr allein unterrichtete und nur die beiden Lehrer Zimmer und Huber ihn in den Fächern Musik und Handarbeit unterstützten.

Zahlreich auch die Liste der Grußworte und Glückwünsche: Verbandsbürgermeister Karl-Heinz Seebald als Vorsitzender des Schulzweckverbandes betonte, dass er immer wieder beeindruckt sei, wie junge Menschen sich in so positiver Weise einbringen und die Verbindung zur Schule halten würden. Offensichtlich sei dies das Geheimnis, wie die Realschule mit ihren Schülern umginge. Für Landrat Winfried Werner sprach der Metallbaum, eine unkonventionelle und kostenintensive Idee aus der Schülerschaft, für die Offenheit der Schule. Heiner Schwartz von der ADD war die Realschule durch das Projekt „Flotter Euter" bereits ein Begriff. Schwartz unterstrich die extrem aktive Arbeit des Fördervereins, auch mit dem Ziel einen Dachverband in Rheinland-Pfalz zu installieren. Weitere Grußworte überbrachten Bernd Karst vom Verband Deutscher Realschullehrer, Simone Fürschke vom Schulelternbeirat, Udo Schönenberger vom Förderverein und Beate Geminn vom Personalrat. Gefeiert wurde im Anschluss bei Sekt und Fingerfood, die von den Klassen Acht und Neun zusammen mit Ingrid Krusen und Christof Rubel vom Schlosshotel vorbereitet wurden. (aldl)



Quelle: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG, 22. Mai 2006



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