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ressebericht


Großzügige Spende als Ansporn für Generationen

ROCKENHAUSEN: Leonie-Kopp-Stiftung vergibt Buchpreise an die jahrgangsbesten Realschüler (Nov. 2000)

Strahlende Gesichter, mitunter auch mit Anzeichen natürlicher Bescheidenheit, kennzeichneten den Verlauf einer traditionsreichen Veranstaltung der Realschule in der Donnersberghalle. Die 19. Buchpreisverleihung aus der Leonie-Kopp-Stiftung stand an, die alljährlich im November stattfindet. Die besten Schülerinnen und Schüler jeder Jahrgangsstufe werden dabei prämiert.

Dass dies möglich ist, verdankt die Schule der Apothekers-Witwe Leonie Kopp, die 1974 in ihrem Testament verfügte, dass zugunsten der Realschule Rockenhausen eine "Leonie-Kopp-Stiftung" einzurichten sei, ein Anteil des Nettoerlöses aus dem Verkauf des Kopp'schen Anwesens der Realschule zufallen soll. Aus diesen Erträgen werden Buchpreise für begabte Schülerinnen und Schüler gewährt. Jährlich am Todestag der Stifterin findet eine Feierstunde statt, in der diese Preise vergeben werden. Die Gönnerin hätte den Verantwortlichen für das feierliche Tun wohl nachgesehen, dass ihr Todestag einen Tag vorverlegt wurde, da er im Jahr 2000 auf den schulfreien Samstag gefallen wäre. So durfte die kommissarische Leiterin der Realschule, Christiane Schönauer-Gragg, am Freitag neben Eltern und Schülern illustre Gäste begrüßen. Als Vertreter des Schulzweckverbandes waren Gerhard Theobald, für die Verbandsgemeinde Christian Angne, für die beiden Konfessionen Dekan Molitor und Dekan Müller und die Vertreter des Schulelternbeirates, Ralph Brendel, und des Fördervereins, Joachim Bayer, unter den Gästen. Ein besonders herzlicher Gruß galt dem Ruheständler und ehemaligen Rektor Alfons Denig. Schönauer-Gragg verwies mit Stolz auf die Einmaligkeit der Veranstaltung, denn ihr sei keine Schule bekannt, der eine solche Ehre durch einen Gönner zuteil geworden ist. Die Schule selbst ruhe sich auch nicht auf ihren Lorbeeren aus, sondern baue auf Tradition und Innovation. Big-Band und Theater-AG, Boss-Projekt (Konzept für Unternehmer-Schule) und Boris-Projekt (Berufliche Orientierung - Regionale Initiativen zur Schulentwicklung) seien Aushängeschilder der Schule. Die Realschule sei zwar momentan noch führungslos, doch Schüler, Eltern und Kollegen sorgten für einen ausgezeichnet funktionierenden Verwaltungsapparat. In ihren Dank schloss Schönauer-Gragg auch den Schulträger ein, der vier neue Fachräume modern ausgestattet habe.

Christian Angne gratulierte den Preisträgern als Vertreter der Verbandsgemeinde und des Schulzweckverbandes und forderte die Schüler auf, das Abitur anzustreben. Er verwies auf die wohnortnahe und breitgefächerte Schullandschaft im Donnersbergkreis. Schulelternsprecher Ralph Brendel beglückwünschte die Preisträger im Namen der Elternschaft und zeigte sich erfreut über eine gute schulische Ausstattung, die allerdings in einigen Dingen noch ergänzt weren müssten. Er dankte dem Schulzweckverband und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die verwaiste Rektorstelle bald besetzt werde. Joachim Bayer, Vorsitzender des Fördervereins, gratulierte in der ihm eigenen humorigen Art und dem Fazit: "Ihr habt alles selbst in der Hand!"

Dass die Reden wohlverpackt wurden, dafür sorgten der Schulchor der Klassen 8-10 (Leitung Klaus Zimmer) und die Big-Band (Leitung Renate Bechter) mit klangschönen und rhythmisch mitreißenden Beiträgen. Mit Buchpreisen ausgezeichnet wurden neben den Jahrgangsbesten auch die Sieger bei den fiktiven Einstellungstests (die Anforderungen waren gleich den in Betrieben), Dennis Molter (10c) und Benjamin Kolb (10 c). Auch die Gewinner der Mathematik-Olympiade, Michael Glass (5 d), Stephan Graefen (5 b) und Johann Helwieg (5 c) erhielten ein Buch. Hier die restlichen PreisträgerInnen...

13.11.2000