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ressebericht - 04. Juni 2004


Deutschland-Ungarn einmal etwas anders

ROCKENHAUSEN: 31 Austausch-Schüler zu Gast bei der Realschule - Kontakt besteht seit zehn Jahren

Wenn in den vergangenen Wochen die Worte ¸¸Deutschland" und ¸¸Ungarn" in einem Atemzug genannt werden, dann ist meistens die Rede von einem Fußballspiel 1954 und dem ¸¸Wunder von Bern". Die Realschule Rockenhausen spricht derzeit allerdings mehr von den 31 Austauschschülern aus Ungarn, die noch bis Montag die Schule und die Region besuchen.

Ganz am Fußball kommen die ungarischen Schülern mit ihren betreuenden Lehrern Istvan Lövincz und Karoly Nez dann aber doch nicht vorbei. ¸¸Am Sonntag besuchen wir das Fußballspiel Deutschland gegen Ungarn in Kaiserslautern", gibt Nez, der hervorragend Deutsch spricht und das Fach auch unterrichtet, einen Auszug aus dem voll gepackten Terminkalender seiner Schülergruppe. Am vergangenen Freitag sind die Gäste nach 15-stündiger Fahrt und 1000 Kilometer angekommen, verbrachten das Pfingstwochenende in den Gastfamilien.

¸¸Die Kinder sind begeistert, sie haben sich sofort eingelebt", sagt Istvan Lövincz. ¸¸Besonders die sehr guten persönlichen Kontakte zu den deutschen Lehrerkollegen sind lobenswert", ergänzt sein Kollege Nez.

Am Mittwoch begrüßte die Realschul-Leiterin Christiane Schönauer-Gragg die Gäste in den Räumen der Schule.

Auf deutscher Seite sind die beiden Lehrerinnen Beate Geminn und Ingrid Krusen für den Austausch zuständig, organisieren auch den Gegenbesuch, der im September ansteht.

Hier zum Bericht im Wochenblatt

Gummibärchen werden gemeinsam hergestellt
Gemeinsam werden deutsch-ungarische Gummibärchen hergestellt
Die 31 ungarischen Gästen werden von der Schulleitung an der Schule begrüßt
Die 31 ungarischen Gästen werden von der Schulleitung begrüßt

... und hier ein Lippen-Glanzstift
... und hier ein Lippen-Glanzstift

 ¸¸Viele Kinder wollten eigentlich bis dahin hier bleiben. Wenn sie allerdings erfahren, dass die Sommerferien erst in sechs Wochen beginnen, ändern sie ihre Meinung", erzählt Nez von den kleinen Unterschieden im Schulalltag der beiden Länder.

Die 31 Gäste besuchen die siebte, neunte und zehnte Klasse des Zringi-Miklos-Gymnasiums in Zalaegerszeg, einer 65.000-Einwohner-Stadt, 40 Kilometer vom Plattensee entfernt. Bereits seit zehn Jahren besteht der Kontakt nach Ungarn, zum achten Mal sind ungarische Schüler und Lehrer zu Gast in Rockenhausen. ¸¸Der ehemalige Schulleiter Alfons Denig hat den Kontakt hergestellt", sagt Ingrid Krusen. Sprachliche Probleme gebe es keine. ¸¸Deutsch und Englisch sind die beliebtesten Sprachen", berichtet Nez, dessen Schützlinge allerdings auch die Möglichkeit haben, Russisch, Latein oder Französisch zu lernen. ¸¸Durch die Nähe zu Österreich sehen die Schüler einen Sinn, Deutsch zu lernen und sind auch motiviert." Dienstag und Mittwoch besuchten die Kinder den Unterricht, experimentierten gemeinsam mit ihren Gastgebern im Fach Chemie. Heute steht ein Ausflug nach Heidelberg auf dem Programm steht. Nach einem Familientag am morgigen Samstag folgt auf den Besuch des Länderspiels am Sonntag die Heimreise am Montag. (bld)

  

Quelle: Rheinpfalz, 04. Juni 2004