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ressebericht: 7. Ungarnaustausch

Lagerfeuer, Badespaß, Bootsfahrt und natürlich Schule

ROCKENHAUSEN: 30 Realschüler zehn Tage lang beim Austausch in Zalaegerszeg - In zwei Jahren geht"s wieder nach Ungarn

"Visontlatas" hieß es für 30 Schüler der Realschule Rockenhausen. Auch in diesem Jahr hatten die Schüler der Realschule wieder die Möglichkeit zehn Tage an einem Schüleraustausch in Ungarn teilzunehmen. Nachdem im Juni eine Schülergruppe vom Zrinyi-Miklos-Gymnasium aus Zalaegerszeg Rockenhausen besucht hatte, gab es nun für die Schüler der Realschule die Gelegenheit zum Gegenbesuch. Voller Erwartung ging es auf die tausend Kilometer lange Reise. Je näher das Ziel kam, desto ruhiger wurde es im Bus. Wie würde man in der Gastfamilie aufgenommen werden? Konnte man sich in Deutsch und Englisch verständigen oder musste man mit den wenigen Ungarisch-Kenntnissen zurecht kommen, die man sich in der Vorbereitung angeeignet hatte? All diese Bedenken waren jedoch schnell vergessen ob der herzlichen Begrüßung durch die ungarischen Gastfamilien und der Wiedersehensfreude der Partnerschüler.

Intensivkurs in Ungarisch

Schnell ging es nach Hause, denn schon am nächsten Tag stand der Besuch der Schule auf dem Programm. Da der Unterricht in Ungarn erst am Montag begann, fand nach der Begrüßung durch Direktor Horvarth ein Intensivkurs in Ungarisch statt. Es war klar, dass die Sprache schwer zu erlernen ist, aber die ungarischen Lehrer, Lörincz und Nez verstanden es durch die Auswahl der Texte den Ehrgeiz der Schüler zu wecken: Es wurde beschlossen bis zur Heimfahrt den Text eines Liedes perfekt zu beherrschen. Dem Sprachkurs folgte eine Stadtbesichtigung und eine Führung durch das Freilichtmuseum der Stadt. Die beiden nächsten Tage waren ganz der ungarischen Gastfamilie gewidmet. Man konnte sowohl die gelernten Ungarischkenntnisse anwenden als auch das Alltagsleben kennen lernen. Am Sonntagnachmittag wurde dann das neue Schuljahr feierlich eröffnet. Zusammen mit ihren Eltern erschienen alle Schüler in der Uniform der Schule, die Mädchen in weißer Matrosenbluse und dunkelblauem Rock, die Jungen in grauem Blazer und grauer Krawatte. Nach dem Singen der Nationalhymne wurde die deutsche Gruppe mit ihren Lehrern Beate Geminn und Ingrid Kiefer mit einem ungarischen Volkslied begrüßt.

Lagerfeuer und Bootsfahrt

Nach der Vorstellung der neuen Lehrer und Schüler fand die Ehrung der besten Schüler des vergangenen Jahres statt. Nun marschierten die einzelnen Klassen mit ihren Klassenlehrern in den Klassensaal, wo man die Bücher und die Instruktionen für den Schulbeginn am Montag in Empfang nahm. Den deutschen Schülern wurde in den nächsten Tagen Gelegenheit geboten, das Land ein wenig kennen zu lernen bei den Fahrten an den Plattensee und nach Köszeg. Es gab ein Lagerfeuer, eine Bootsfahrt und Badespaß. Höhepunkt der Ausflüge war aber sicher die Fahrt nach Budapest mit seinen herrlichen Gebäuden.

In zwei Jahren wieder "Szia"

Die beiden letzten Tage des Besuchs waren wieder der Schule gewidmet. Die deutschen Schüler nahmen am Unterricht ihrer Partner teil und hatten Gelegenheit, über ihre Erfahrungen im Austauschprogramm zu berichten. Nach dem Unterricht ging es zu den Rutschbahnen im neu eröffneten Badepark der Stadt. Nach zehn Tagen in Ungarn brachten beim Eintreffen in Rockenhausen alle den Beweis, dass sie das geforderte Lied problemlos beherrschten. Zusammen mit den Eltern war man sich einig, dass man den Schüleraustausch mit dem Zrinyi-Miklos-Gymnasium weiterführen sollte, da nur der gegenseitige Besuch in den Familien die Möglichkeit bietet, die Menschen und ihren Alltag und damit auch ihre Probleme kennen zu lernen, jenseits touristischer Eindrücke, die aber natürlich als Spiegel eines Landes auch zu einem solchen Programm gehören. Deshalb wird es in zwei Jahren an der Realschule in Rockenhausen wieder heißen: "Szia" Freunde aus Zalaegerszeg. (red)

RON - RHEINPFALZ ONLINE,  13. Sep 2002