Sowohl der Bund als auch das Land Rheinland-Pfalz fördern derartige Projekte. Um beide Töpfe nutzen zu können, wurden eigentlich zwei Anlagen gebaut. Eine bleibt im Besitz der Firma Juwi, der Erlös der anderen kommt der Realschule zugute, die darüber hinaus mit Software und Informationsmaterial zur Thematik erneuerbare Energien ausgestattet wird. Etwa 28.000 Euro (55.000 Mark) hat Juwi investiert und hofft darauf, dass über einen voraussichtlichen Zeitraum von 30 Jahren Gewinne erzielt werden können, obwohl die Kalkulation sehr knapp sei. Allerdings kommen erfahrungsgemäß bei solchen Projekten auch Folgeaufträge von Privatpersonen nach, so Frey. Deshalb werde die Anlage auch im Mittelpunkt des Interesses beim Tag der offenen Tür am 26. Januar stehen. Für Umwelttechniker Haas sollte die Nutzung dieser Technik mittlerweile zum Standard gehören wie ein Internetzugang. Er hat auch keine Probleme damit, dass seit gut vier Wochen überhaupt kein Strom produziert wurde, wahrscheinlich weil die Fotozellen mit Schnee bedeckt sind und die Schaltung in einer Art Kette keine Weiterleitung zulässt. Vielmehr hofft er darauf, dass die Thematik im Unterricht besprochen wird und vielleicht dazu führt, dass Überlegungen angestellt werden, ob es wirklich die elektrische Zahnbürste sein muss, die vor dem Schulbesuch benutzt wird. In drei bis fünf Jahren hat nach Auskunft der Firma JuWi die Anlage in jedem Fall so viel Energie, wie für die Herstellung gebraucht wurde. Auch die Demontage belaste die Umwelt in keiner Weise, weshalb diese Form der Energiegewinnung in besonderer Weise ökologisch sinnvoll sei. Als einzige Firma hat JuWi auf die Ausschreibung zur Vermietung der Dachflächen im Jahr 2000 reagiert, die damals vom Donnersbergkreis für die Schulen in Kreisträgerschaft durchgeführt wurde. Bis zum Sommer diesen Jahres werden auch die beiden zur Zeit noch nicht mit Solarzellen bestückten Schulen, Realschule und Berufsbildende Schule in Eisenberg, Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Die Abnahme ist durch das Energieeinspeisegesetz auf 20 Jahre garantiert. (mhz) Rheinpfalz, ron, 17.01.2002
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