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ressebericht: 40 m2 Fotovoltaikanlage

Solarstrom vom Dach der Gymnastikhalle

Fotovoltaikanlage der Realschule gestern offiziell vorgestellt - Firma Juwi investiert 28.000 Euro

Rechtzeitig vor Beginn der Projektwoche an der Realschule Rockenhausen vom 21. bis 25. Januar 2002 wurde gestern die neue Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Gymnastikhalle der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit ist der Donnersbergkreis seinem Ziel, bis zum Sommer diesen Jahres alle Schule, die in seiner Trägerschaft liegen, mit Solarstromanlagen auszustatten, ein weiteres Stück näher gekommen.

Dabei geht es am wenigsten um die finanzielle Ausbeute, wie Konrektorin Christiane Schönauer-Gragg, Realschul-Projektleiter Walter Schaaf und Umwelttechniker Jürgen Haas von der Kreisverwaltung betonten.

Zwar hätten finanzielle Erwägungen den Aussschlag gegeben, die Installation noch im vergangenen Jahr durchzuführen, weil ab 2002 der Festpreis für die eingespeiste Kilowattstunde rückläufig ist, wichtiger sei aber die mit der Anlage verbundene Werte- und Kompetenzvermittlung (im Rahmen des BORIS-Profils der Schule). Ein zur Zeit noch etwas unscheinbar wirkendes Display im Flur des Obergeschosses zeigt die aktuelle Leistung der rund 40 Quadratmeter großen Fläche, die bisherige Gesamtmenge an produzierter Energie,und berechnet die eingesparte Menge an Kohlendioxid.

Vor allem im Mathematik- und Physikunterricht, aber auch in Deutsch oder Englisch sollen weitere Daten und Informationen be- und verarbeitet werden; der Fachbereich Kunst wird die Gestaltung des Displays ansprechender gestalten.

Martin Frey von der Firma JuWi, dem Hauptsponsor, erklärte die Funktionsweise der Zusammenarbeit mit dem Schulzweckverband.

Preise für besonderes Engagement
Solaranlage auf dem Dach - bei Schnee gibt's allerdings nicht viel Ertrag...
 


Offizielle Einweihung in einer kleinen Pressekonferenz

 
Moderne Umwelterziehung jetzt mit konkretem Anschauungsmaterial möglich

Sowohl der Bund als auch das Land Rheinland-Pfalz fördern derartige Projekte. Um beide Töpfe nutzen zu können, wurden eigentlich zwei Anlagen gebaut. Eine bleibt im Besitz der Firma Juwi, der Erlös der anderen kommt der Realschule zugute, die darüber hinaus mit Software und Informationsmaterial zur Thematik erneuerbare Energien ausgestattet wird.

Etwa 28.000 Euro (55.000 Mark) hat Juwi investiert und hofft darauf, dass über einen voraussichtlichen Zeitraum von 30 Jahren Gewinne erzielt werden können, obwohl die Kalkulation sehr knapp sei. Allerdings kommen erfahrungsgemäß bei solchen Projekten auch Folgeaufträge von Privatpersonen nach, so Frey. Deshalb werde die Anlage auch im Mittelpunkt des Interesses beim Tag der offenen Tür am 26. Januar stehen. Für Umwelttechniker Haas sollte die Nutzung dieser Technik mittlerweile zum Standard gehören wie ein Internetzugang. Er hat auch keine Probleme damit, dass seit gut vier Wochen überhaupt kein Strom produziert wurde, wahrscheinlich weil die Fotozellen mit Schnee bedeckt sind und die Schaltung in einer Art Kette keine Weiterleitung zulässt. Vielmehr hofft er darauf, dass die Thematik im Unterricht besprochen wird und vielleicht dazu führt, dass Überlegungen angestellt werden, ob es wirklich die elektrische Zahnbürste sein muss, die vor dem Schulbesuch benutzt wird.

In drei bis fünf Jahren hat nach Auskunft der Firma JuWi die Anlage in jedem Fall so viel Energie, wie für die Herstellung gebraucht wurde. Auch die Demontage belaste die Umwelt in keiner Weise, weshalb diese Form der Energiegewinnung in besonderer Weise ökologisch sinnvoll sei. Als einzige Firma hat JuWi auf die Ausschreibung zur Vermietung der Dachflächen im Jahr 2000 reagiert, die damals vom Donnersbergkreis für die Schulen in Kreisträgerschaft durchgeführt wurde. Bis zum Sommer diesen Jahres werden auch die beiden zur Zeit noch nicht mit Solarzellen bestückten Schulen, Realschule und Berufsbildende Schule in Eisenberg, Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Die Abnahme ist durch das Energieeinspeisegesetz auf 20 Jahre garantiert. (mhz)

Rheinpfalz, ron,  17.01.2002


 

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