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„Ein Auto hat einen Tank und es braucht Benzin,
damit es fahren kann. Wir Menschen haben eine Art seelischen Tank, der ebenfalls
eine Füllung braucht, damit wir gut und gerne leben
“. So beginnt die
Einleitung zu dem Tankmodell, das die Entstehung von Sucht verdeutlicht.
Bereits fünf Mal veranstaltete die Realschule Rockenhausen im Rahmen der Suchtprävention ein Schülermultiplikatorenseminar zum Thema „Suchtprävention“ „Auf der Suche nach . . .“ von der Landeszentrale für Gesundheit erfolgreich durchgeführt.
Die von den 8. und 9. Klassen ausgewählten Vertreter fuhren
in der Projektwoche mit der Suchtpräventionsbeauftragten Frau Marx und mit Herrn
Simon als Begleitperson (bzw. Frau Buchheit und Frau Deutschle) zum Seminar in die Jugendherberge nach
Steinbach.
Das
Kernstück der Multiplikatorenarbeit war immer das Tankmodell (hier im Bild) , das die Entstehung einer
Sucht veranschaulicht und gleichzeitig hilft, im gemeinsamen Gespräch
Alternativen aufzuzeigen, wie ein "leerer seelischer Tank" sinnvoll aufgefüllt werden kann, z. B.
durch Gespräche, neue Hobbys etc.. |
Das
Programm entstand im Rahmen eines Bundesmodellprojektes und wurde von der
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. an interessierte
Lehrkräfte weitergetragen.
Die
inhaltlichen Schwerpunkte liegen zum einen bei der Stärkung allgemeiner
Lebenskompetenzen wie zum Beispiel Beziehungs- und Konfliktfähigkeit oder
Genuss- und Erlebnisfähigkeit. Ein anderer Schwerpunkt ist die Förderung
suchtspezifischer Kompetenzen. Dazu zählen zum Beispiel die Sensibilität für
eigene Konsum- und Suchthaltungen, das Wissen um Suchtentstehung und
Hilfsmöglichkeiten für Gefährdete.
Auf Anregung der ersten
Multiplikatoren aus dem Jahr 1999 wurde das Seminar nicht für die neunten und
zehnten, sondern bereits für die achten und neunten Klassen angeboten.
Da das Programm davon ausgeht, dass Jugendliche sich stärker von Meinungsführern einer Clique als von Erwachsenen beeinflussen lassen, ist es Aufgabe der Schülermultiplikatoren,
von ihnen ausgewählte Inhalte des Seminars an ihre Mitschüler weiterzugegeben.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in der Schulungsphase sehr interaktiv und haben
zwischenzeitlich ihre Multiplikatorenarbeit in den Klassen durchgeführt.
Dazu einige Kommentare von den MultiplikatorInnen:
Ø
Ich fand das Seminar sehr
informativ! Man hat viel gelernt und und
wir hatten viel Spaß.Ich finde es super, dass ich jetzt anderen Menschen auch
etwas beibringen kann.
Ø
Mir hat es viel gebracht,
denn ich habe mehr erfahren über die Fragen wie man süchtig wird oder wie man
helfen kann. Ich habe immer gedacht, dass man ihnen allein helfen kann,aber das
kann man nicht.
Ø
Mir hat es viel gebracht, da
ich mit „Suchtsituationen“ von mir oder auch anderen viel besser umgehen
kann.
Ø Ja, es hat mir viel gebracht, denn jetzt weiß ich, wie ich mit manchen meiner Freunde umzugehen habe. Außerdem weiß ich jetzt, dass ich von Drogen besser die Finger lasse.
Und hier einige Kommentare von MitschülerInnen nach der Arbeit der Multiplikatoren in den Klassen:
Ø
informativ,lässig, cool, aufklärend, realistisch, gutes Beispiel, gut
erklärt, einleuchtend
Ø
Das Tankmodell hat Sucht gut veranschaulicht.
Ø
Hoffentlich haben einige jetzt mal darüber nachgedacht.
Ø Stimmt in jeder Hinsicht. [Mehr Schülerkommentare hier
]Im Februar nehmen die
Schüler ihre Arbeit als Multiplikatoren auf und setzen ausgewählte
Seminarinhalte in ihren Klassen um. Natürlich gibt es auch Klassenkameraden, die sich, zumindest nach außen,
nicht ganz auf die Inhalte einlassen konnten oder wollten, aber auch sie wurden
zum Nachdenken angeregt.
Ein weiterer Punkt bei der Arbeit der Multiplikatoren ist die
Planung und Durchführung eines Elterninformationsabends zum Thema Suchtprävention.
Darüber hinaus sind alle Multiplikatoren angehalten, ihre neu erworbenen
Erkenntnisse auch in Cliquen und Vereine zu tragen und Stellung zu beziehen,
statt wegzuschauen.
An dieser Stelle wieder ein
Dankeschön an unsere Sponsoren, die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern, den Förderverein
der Realschule Rockenhausen und die Kreisverwaltung
Donnersbergkreis, mit
deren
finanzieller Unterstützung unsere Arbeit im Rahmen unseres
Suchtpräventionskonzeptes wieder möglich wurde.