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uropaprojekt SOKRATES-Comenius


Juli 1998

Das internationale Team
Realschule eröffnet Projekt
"SOKRATES"

Am Wochende eröffnete die Realschulemit einem
Auftaktprogramm das "Sokratesprojekt"
der Europäischen Union. Die Realschule konnte zu
dieser Eröffnungsveranstaltung Delegationen aus
Ungarn und Österreich begrüßen.
In der ersten Arbeitssitzung wurde zunächst
die Zielsetzung des Projekts und der
terminliche Rahmen der einzelnen Projektmaßnahmen
abgestimmt.

Ziel des Sokratesprojekts ist es, Schüler aus mindestens drei
europäischen Staaten zusammenzuführen und an einem gemeinsamen
Projekt möglichst fächerübergreifend arbeiten zu lassen.
Zu diesem Zweck trafen sich vierzehn Lehrer aus dem
Zrinyi-Miklos-Gymnasium in Zalaegerszeg, dem Bundesgymnasium in
Leibnitz und der Realschule Rockenhausen. Als gemeinsames
Thema
wählten sie den Begriff des Umweltschutzes .

Schon im ersten Gespräch wurde deutlich, welche unterschiedlichen
gesetzlichen und unterrichtlichen Voraussetzungen in den einzelnen
Ländern zu diesem Thema vorhanden sind. Während die
österreichische Schule mit der Vernetzung der Fächer
Chemie, Physik und Biologie im Fach "Naturwissenschaftliches Labor"
landesweit ganz eigene Wege geht, hält das Gymnasium in Ungarn
im Moment noch an der traditionellen Form der Fächertrennung
fest. Ihr Delegationsleiter betonte aber, dass man in den nächsten
Jahren auch hier eine Verflechtung erwarte. Die Realschule machte
deutlich, dass im Wahlpflichtfach Mathematik-Naturwissenschaften
diese enge Verbindung von Biologie und Chemie schon durchgeführt
wird und dass man sich durch die Beteiligung an "SOKRATES"
einen Motivationsschub zur noch engeren Zusammenarbeit erhoffe.

Anschließend wurde nochmals die Zielsetzung des Projekts
und seine Durchführung diskutiert. Dabei machten alle
Delegationen deutlich, dass es vorrangiges Ziel des Projekts sein muss,
bei den Schülern den Europa-Gedanken zu stärken,
und dass das nur geschehen kann, wenn alle Beteiligten zum wachsenden
gegenseitigen Bewusstsein der Sprachen und Kulturen der Projektpartner
beitragen.

Es wurde auch deutlich, dass das Ziel des Projekts nur erreicht
werden kann, wenn es möglich ist, Schüler aller drei
Schulen an diesem Projekt teilhaben zu lassen und das
Projektvorhaben in die regulären Aktivitäten der Schule
einzubetten. Die Delegationssprecher betonten, wie wichtig es
ist, schon im Konzept die aktive und gleichberechtigte Einbeziehung
aller Partner sicherzustellen.

Schulleiter Denig sicherte der Projektgruppe die aktive
Mitgestaltung der ganzen Schulgemeinschaft zu. Er betonte vor
allem die Bedeutung der Kommunikation der beteiligten
Schüler
untereinander. Einig war man sich auch darüber,
dass für ein gutes Funktionieren der Zusammenarbeit aller Schulen neben
regelmäßigen telefonischen und schriftlichen Kontakten - auch
per E-Mail - die persönlichen Besprechungen der am Projekt beteiligten
Lehrer besonders hilfreich sind.

Nach diesen grundsätzlichen Überlegungen beschäftigte sich
die Gruppe mit dem Thema Abfallentsorgung und
-verwertung
anhand des richtungsweisenden
Entsorgungskonzeptes des Donnersbergkreises sowie
seiner Darstellung im Unterricht.
Auch hier zeigte sich sehr schnell die Unterschiedlichkeit im
Abfallentsorgungskonzept der drei beteiligten Staaten.

Am Nachmittag machte man sich am Standort Worms der
Entsorgungsgesellschaft "Becker" ein Bild von den
derzeitigen Möglichkeiten der Müllverwertung. In
einer anschließenden Diskussion wurde deutlich, welche
wichtige Bedeutung Schule als Vermittler von Gedanken zum
Schutze der Umwelt hat.




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