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ressebericht der Schülervertretung - Aug. 2000

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Anfang August wurden auf dem jüd. Friedhof in Rockenhausen Gräber geschändet - hier die Reaktion der Schülervertretung:
Realschüler gegen Rassismus

"Was ihr dem geringsten meiner Brüder antut, das habt ihr mir angetan!" Dieser Satz fiel während des Eröffnungsgottesdienstes der Realschule Rockenhausen Nachdem Pfarrer Walker das Thema "Die Vertreibung der Juden" intensiver behandelte, wurde uns allen klar, welche Auswirkungen in unserer Zeit durch Rassismus entstehen.

Da das Entsetzen groß war und die Abscheu gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsradikalismus bei uns verstärkt wurde, beschloss die Schülervertretung, an das Leid dieser Menschen zu denken.

Als Zeichen unseres tiefsten Mitgefühls gingen wir am 10. August auf den Judenfriedhof. Dort legten wir, nach jüdischem Brauch, Steine auf die geschändeten Gräber, womit wir uns als Realschüler solidarisch gegenüber den jüdischen und ausländischen Familien in Deutschland zeigen wollten. Abschließend möchten wir alle Jugendlichen dazu auffordern, rechtsradikales Verhalten nicht zu akzeptieren und offen dagegen Stellung zu beziehen.

Von Dennis Kolter & Manuel Döring (SV)

 

 

 

 

 


 

Gedenkminute
Gedenkminuter der Schülervertreter auf dem Rockenhausener Judenfriedhof

Steine auf die Grabsteine
Ein jüdischer Brauch: Steine auf die Grabsteine