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uropaprojekt SOKRATES-Comenius
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Dezember 1998
Realschul-Delegation in Österreich
"Dialog mit der Natur und den Nachbarn" - das war das gemeinsame Thema für eine zweite Tagung im Rahmen des von der Europäischen Union gesponserten -Projektes SOKRATES zum Thema 'Umweltschutz'. Teilnehmer waren Delegationen aus der Realschule Rockenhausen, dem Zrinyi-Miklos-Gymnasium in Zalaegerszeg/Ungarn und dem Bundesrealgymnasium in Leibnitz/Österreich.
Eine erste Begegnung im Sommer 1998 hatte die multilaterale Schulpartnerschaft mit dem Thema 'Abfallentsorgung im Hinblick auf die Umweltproblematik' eröffnet.
Bei diesem zweiten dreitägigen Zusammentreffen (05.- 07.11.98) wurden verschiedene Aspekte des Umgangs des Menschen mit seinen Ressourcen aus nationaler, regionaler und schulischer Sicht behandelt.
Das Unterthema der Fachtagung lautete "Vom Acker in den Tank". Die österreichische Delegation stellte eine Pioniertat ihrer Region, der Südsteiermark, vor: Im Unterricht wandelten Schülerinnen und Schüler das aus der Rapspflanze gewonnene Öl in einen Motortreibstoff um. Dieser Themenkomplex der nachwachsenden Rohstoffe wird am Gymnasium in Leibnitz als eigener Gegenstand im Fach 'Naturwissenschaftliches Labor' ausführlich behandelt. Dieser fächerübergreifende Unterricht erarbeitet beispielsweise zeitgleich alles über die Rapspflanze im Biologieunterricht und führt die praktischen Versuche zur Rapsumwandlung im Chemieunterricht durch. Die Schüler demonstrierten also im biologischen Labor den Aufbau des Rapses, indem sie ihn mikroskopisch betrachteten und anschließend zerlegten. Im chemischen Labor wurde dann das Rapsöl gewonnen und analysiert.
Höhepunkt der Vorführung war die Herstellung von Biodiesel. Auffallend dabei war, mit welcher Begeisterung und Fachkompetenz die Schüler am Werke waren. Ähnlich wie auch in den Wahlpflichtfächern der Realschule gehen theoretische Lerninhalte mit praktischen Versuchen einher, es wird ganzheitlich und unter Einbeziehung aller Sinne gelernt.
Am Nachmittag erfuhr die Gruppe in einer großtechnischen Anlage, welche Einsatzmöglichkeiten Biodiesel hat. Sein Einsatz in reiner Form, in dem speziell entwickelten Elsbett-Motor, und auch der Einsatz als Additiv zu Petrodiesel oder auch als Dieselersatz wurde diskutiert. Dabei wurden die einzelnen Vorteile betont, aber auch die Nachteile nicht verschwiegen.
Es wurde deutlich, dass weitere bei der Umwandlung entstehende Stoffe, wie Rapsöl, Rapsschrot, Glycerin und Rapsstroh nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Industrie und Landwirtschaft regen Absatz finden.
Die besichtigte genossenschaftliche Produktionsanlage erzeugt pro Jahr knapp eine Million Liter Biodiesel. 1996 wurde sie mit EU-Mitteln erneuert, so dass heute ein Auspressungsgrad von 90% erreicht wird. Neben der Wirtschaftlichkeit stand natürlich seine Umweltfreundlichkeit im Mittelpunkt des Interesses.
Teilziel dieses multilateralen Projektes ist es, bei allen bestehenden innen- und außenpolitischen sowie ökonomischen Notwendigkeiten Barrieren im menschlichen Bereich ein wenig abzubauen.
Die teilnehmenden Schulen beschlossen, auf diesem Gebiet weiterhin eng zusammenzuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen. Weitere Treffen, Erfahrungsaustausch per Schrift- und E-Mailverkehr sowie gemeinsame Unterrichtsprojekte sind auch für die Zukunft geplant.
 Die schöne Steiermark
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 Das Team im Rapsfeld
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 Laborarbeit
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