Rockenhausen: Gelungener "Tag der offenen Tür"
an der Realschule - Zahlreiche Besucher informieren sich.
Gelungener "Tag der offenen Tür"
an der Realschule Rockenhausen.
Unter dem Motto "Die Realschule präsentiert zwei Jahrtausende"
gestalteten Schüler, Eltern und Lehrer eine bunte Palette akustischer,
optischer und lukullischer Beiträge, die die zahlreichen Zuschauer
begeisterten.
In
einer fünftägigen Projektarbeit, bei der Vielfalt, Kreativität und
Ideenreichtum gefragt waren, stand die Themenbewältigung des
Mottos im Vordergrund. Dass dabei Eltern eigene Projekte anboten, war
neu und deshalb reizvoll. So setzte Anke Walter bei "Window-Color"
optische Reize, Petra Woll bannte Interessierte auf die fotografische
Platte.
Bei den Themen "Zum Mitmachen" konnte man durch
Versuche Goethe als Chemiker kennen lernen, kunterbuntes Dino-Color
(Taschen- und Fensterbilder) gestalten oder sich im Gruselkabinett
eine Gänsehaut holen. Riesiger Andrang herrschte im Computerlabor,
wo die Fünftklässler mit unverhohlener Freude im Internet
surften.
Ein breites Spektum bildete der
Komplex "Ausstellungen". Schülermutti Astrid Kosmann
modellierte aus Pappmaschee wie zu Königs Zeiten, Bumerangs konnten
als Jagdgeräte gebaut und in der Turnhalle ausprobiert,
Dinohäuser gebaut werden. Mikroskopieren fand seine Anhänger ebenso wie
Drucken und Anfertigen von Radierungen unter dem Motto "Rembrandt und
Co.", selbst gebaute Brettspiele von anno dazumal, ein Jugend-TÜV initiiert
von Architektin Uschi Harz, eine Streitschlichtungsstelle - fachlich
ausgestaltet von Juristin Marie-Theresia Kless - waren ständig
umlagerte Projektteile.
Zukunftstechnologie Solar und EU-Projekt
"Sokrates-Comenius" (Energiesparen) animierten zu Versuchen, moderne Flugmodelle
zum Basteln. Ausstellungen über die Wahlpflichtfächer
und die Geschichte der Chemie komplettierten das Programm.
Beim Gang durch das Schulgebäude konnten sich die Besucher -
sofern das dichte Gedränge dies zuließ - von dem neuen
Türdesign begeistern lassen, das unter Anleitung von Absolventen
der Meisterschule für Handwerker in fünftägiger Arbeit
entstanden war. Szenische Darstellungen brachten willkommene Abwechslung.
So gab "Prinzessin Pfiffigunde", selbst geschrieben und zweimal
"ausverkauft", Ratschläge, wie man sich unliebsame Freier vom
Leibe hält, Eulenspiegel trieb mit den Metzgern seine Späße,
Modellbauer konstruierten Flugmodelle, die sogar die Flugtaufe bestanden,
selbst geschneiderte Kostüme machten das getanzte Menuett zu einem
optischen Highlight, Playback einer Tanz-AG ließ Talente erkennen,
eine Modenschau führte ins 21 Jahrhundert und eine Jahrmarkt-Chemie
zeigte die Arbeit von Alchimisten.
Englischunterricht für
Viertklässler sorgte dafür, dass auch der "Kopf" nicht zu kurz
kam. Das wurde musikalisch fast überboten von der 13-köpfigen
Big Band, die mittlerweile zum festen Bestandteil der Schule gehört.
Dafür, dass die Materie nicht zu trocken blieb, sorgten viele
fleißige Hände: ob Mitglieder des Fördervereins,
ob Schulelternbeirat oder Eltern mit Kuchenspenden für das
ständig belagerte Café Heaven. Das "Bistro Neandertal"
unter Leitung von Metzgermeister Otto Frey aus Alsenz begeisterte mit dem
Projekt "Vom Schwein zur Wurst".
Den Hintergrund eines solchen Tages, sich über Inhalte der Realschule
zu informieren und eine Entscheidungshilfe bei der Schulwahl der jetzigen
Viertklässler zu erhalten, nutzten zahlreiche Eltern im Gespräch
mit der Schulleitung. Nicht verwunderlich nach dem tollen Einsatz war die
lange "Nachsitzung" im Café Heaven, wobei die Eindrücke
des Tages verarbeitet wurden.