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resseberichte seit 1997- USA-Austausch |
Aus der Nordpfalz in die ¸¸große weite Welt"
ROCKENHAUSEN: Realschüler zu Gast in Amerika (Rheinpfalz, 24.4.2004)
Kleines Jubiläum für die
Realschule Rockenhausen: Bereits zum fünften Mal findet im Rahmen des German
American Partnership Program (GAPP) ein Schüleraustausch mit der
amerikanischen Partnerschule in Portage im US-Staat Indiana statt.
Zehn Schüler der Klassenstufen 9 und 10 absolvierten mit ihrem
Begleitlehrer Ludwig Geminn den Antrittsbesuch in Portage vom 18. März bis 9.
April 2004. Drei Wochen lebten sie in den Familien ihrer amerikanischen Partnerschüler, besuchten
mit diesen die ¸¸ Portage High School" und lernten den ¸¸American Way of
Life" sozusagen als Insider kennen. Dabei verlief der Start am 18.
März alles andere als ermutigend: Als die Nordpfälzer Delegation gegen 10
Uhr Ortszeit auf dem Flughafen O"Hare in Chicago ankam, war kein Partnerschüler
zur Begrüßung erschienen - denn diese mussten ihren Unterricht besuchen. Ein
gelber Schulbus brachte die Schüler nach Portage, wo sie erst
nach Schulschluss, um 15.30 Uhr, von ihren Partnerschülern in Empfang genommen werden konnten.
Ausflug nach
Chicago
Nun begann das eigentliche Abenteuer. Am nächsten Morgen,
bei der ersten Lagebesprechung, stellte sich schnell heraus, dass alles halb so
schlimm war. Und mit jedem Tag wurde es besser. Gemeinsame
Ausflüge lockerten den Schulalltag auf. Auf dem Programm stand unter anderem ein
Besuch auf dem Campus der Eliteuniversität Notre Dame in South Bend mit ihrer
berühmten Football Hall of Fame und Shipshewana, wo deutschstämmige Amish
siedeln. Diese tragen immer noch ihre alten Trachten, benutzen nur Pferdewagen
und verzichten auf die Errungenschaften der modernen Technik. Highlights des
Aufenthalts waren drei Besuche in Chicago, dessen unzählige Wolkenkratzer die
Schüler stark beeindruckten. Auch die Besuche des Museums of Industry and
Science und des Shedd Aquariums brachten unvergessliche Eindrücke.
Absoluter
Höhepunkt war aber die Aussichtsplattform des Sears Towers, dem höchsten Gebäude
der Welt, mit seiner unbeschreiblichen Aussicht über Chicago und den Lake
Michigan. Die Schüler schlossen neue Freundschaften, und mit jedem Tag wurden
die Englischkenntnisse besser. Die Zeit verging wie im Flug, für 8. April war
der Rückflug in die Heimat gebucht. Hier wurden die Schüler von ihren Eltern
nach dem Ausflug in die ¸¸große weite Welt" erleichtert in die Arme geschlossen.
Zum Gegenbesuch erwartet die Realschule die amerikanischen Austauschschüler vom
15. Juni bis 2. Juli in Rockenhausen. (red)
KNOLLR / KNOLLR, Rheinpfalz, 24. April 2004
Von Ludwig Geminn, Mai 2001
Noch etwas jet-lag geschädigt nahmen 10 Schüler der Realschule Rockenhausen und ihr Begleitlehrer Ludwig Geminn am Montag den Unterricht wieder auf.
Schon traditionsgemäß verbrachten Schüler der 10. Klasse die drei Wochen nach Ostern in Portage im US-Staat Indiana. Der Antrittsbesuch des diesjährigen Austauschs im Rahmen des "German American Partnership Program" (GAPP) kann als Erfolg gewertet werden.
10 Unterrichtstage verbrachten die Realschüler mit ihren Partnerschülern an der Portage High School. Dabei lernten sie das amerikanische Bildungssystem mit all seinen Vor- und Nachteilen kennen.
Außerdem standen fünf erlebnisreiche "field trips" auf dem Programm. Zweimal war Chicago, die "Windy City" am Südufer des Lake Michigan, Ausflugsziel. Die Straßenschluchten mit den Wolkenkratzern, die scheinbar endlos in den Himmel ragen, beeindruckten die Schüler stark. Dann war es der Blick vom Sears Tower, dem höchsten Gebäude auf dem amerikanischen Kontinent, auf die Stadt und den See, der für immer unvergesslich bleiben wird.
Das "Museum of Industry and Science" eröffnete bewundernswerte Einblicke in Erfindungen der Wissenschaft und deren Weiterentwicklungen in der Industrie.
In Shipshewana war es das arbeitsreiche und doch beschauliche Leben der "Amish", das die deutschen Besucher in ihren Bann zog. Die Amish sind strenggläubige Mennoniten, die im 18. und 19. Jahrhundert nach Amerika kamen um ihren Glauben ungestört ausüben zu können und die den winterharten Weizen mitbrachten, mit dem der amerikanische Mittelwesten erst zur Kornkammer wurde. Noch heute tragen sie ihre alten Trachten und verzichten auf die Errungenschaften der modernen Technik.
"Notre Dame", die Eliteuniversität im Mittelwesten der USA, mit einer der besten Football-Mannschaften des Landes, beeindruckte nicht nur mit dem goldenen Dach des Hauptgebäudes, sondern auch mit ihrer "Football Hall of Fame". Hier sind alle Erfolge registriert und Videofilme machen mit dem Sport Football vertraut.
Mit einem Besuch bei "Bethlehem Steel", dem
größten der fünf großen Stahlwerke am Südufer des Michigan Sees, endete das Ausflugsprogramm. Die Schüler konnten hautnah verfolgen, wie Eisenerz aus der Mesabi Range in Minnesota mit Hilfe von Steinkohle aus den Appalachen in Kentucky und Kalkstein aus Nord-Indiana zu Stahl verarbeitet wird, der hauptsachlich in die Autoindustrie wandert. 500 Trucks verlassen täglich das Werk in Richtung Detroit am Eriesee, dem Zentrum des amerikanischen Automobilbaus. Die Hitze in der Nähe des flüssigen oder rotglühenden Stahls machte erklärlich warum die amerikanischen Stahlarbeiter mit $25 pro Stunde die am besten verdienenden Arbeiter in den USA sind, wo der Mindestlohn nur knapp über $5 liegt.
Die drei Wochen vergingen wie im Fluge. Die Gastfreundschaft der amerikanischen Gastfamilien wurde geschätzt und genossen, der "American way of life" wurde verinnerlicht, neue Freundschaften wurden geschlossen und Einkäufe wurden getätigt. Last but not least wurden Hörverstehen und Sprachfertigkeit der englischen Sprache erheblich verbessert. Als der gelbe Schulbus wieder zum Flughafen O`Hare nach Chicago fuhr, gab es die üblichen Tränen. Alle wären noch gerne geblieben. Nun freuen sich die deutschen Partner auf ein Wiedersehen beim Gegenbesuch im Juni und die amerikanischen Partner sind gespannt auf "good old Germany" und ob der Augenschein halten wird, was die Erzählungen der deutschen Gastschüler versprochen haben.
Realschüler jetten wieder über den großen Teich
Von Astrid Beisiegel, April 1999
Nicht "alle Jahre wieder", aber alle zwei Jahre fliegt eine Schülergruppe der Realschule nach Amerika, und zwar heißt das Reiseziel Portage in Indiana am Michigan See, etwa 50 Kilometer östlich von Chicago.
Von Ludwig Geminn, Mai 1997