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Schule und Wirtschaft Rheinland-PfalzRegionaler Arbeitskreis Donnersberg |
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vom
06. März 2002
in Kooperation mit dem Landrat des
Donnersbergkreises
19.00
– 21.30 Uhr – Donnersberghalle Rockenhausen
Anwesend waren ca. 50 Vertreter aller Schularten,
die regionale Fachberaterin für Mathematik,
Lehramtsanwärter sowie Eltern- und Schülervertreter. Deshalb bot das Ergebnis ein breites
Spektrum an Vorschlägen für eine fundierte und konstruktive Weiterarbeit in den
Schulen. Ziel was, in kleineren Workshops und am Schluss im Plenum
im Bereich Mathematik Erwartung und
Leistbares im Gespräch abzugleichen
erarbeitete Vorschläge vorzustellen und als
Anregung mit in die Schulen und Betriebe geben
den Dialog zwischen Schule und Wirtschaft
generell zu intensivieren.

Die
Ergebnissammlung wird im Übrigen nicht nur weitergeleitet...
an die Fachberater Mathematik für Realschulen,
an den Studienkreis Schule und
Wirtschaft Rheinland-Pfalz sowie
an den Fachberater Mathematik für Gymnasien
(zur Weiterleitung an die Lehrplankommission Mathematik)
und
außerdem ins Internet ( www.donnersberg.de/schule-wirtschaft)
hochgeladen
Da
man sich über vorhandene Defizite einig war – bei der Fa. KEIPER z. B. werden
von 10 Testaufgaben im Schnitt nur 2,5 gelöst – konnten die bunt gemischten
Gruppen in den beiden Workshops zügig arbeiten. Zielvorgabe: Was können
Schule und Wirtschaft GEMEINSAM tun, um die Mathematikkenntnisse zu verbessern.
Was
beide Workshops unabhängig voneinander für den Mathematikunterricht forderten,
war
·
das ständige
Einbauen von Wiederholungs- und Übungsphasen und
·
eine größere
Praxisorientierung.
Im
Folgenden die Ergebnisse der Kartenabfrage aus den beiden Workshops –
kategorisiert nach Unterricht, Lehrplan, Schulpolitik, Gesellschaft:
Anregungen an den
Unterricht
Ø Ständiges Wiederholen und Üben
Ø Weniger ist mehr: z. B. Klammerrechnen,
Bruchrechen, Wurzelziehen, Dreisatz, Gleichungen, Flächen- und
Körperberechnung, Punkt vor Strichrechnung, Umstellen von Formeln, Potenzen,
Prozentrechnen, Umrechnen von Einheiten
Ø Vertretungsstunden mit mathematischem Inhalt füllen (Kopfrechnen, Überschlagsrechnen, Grundrechenarten, etc)
Ø Räumliches Vorstellungsvermögen schulen
Ø Größere Praxisorientierung und
Anschaulichkeit
o
Durch
Ausbilder im Unterricht (Info über Berufsbilder etc)
o
Durch
Ausbilder / Handwerker im Unterricht zu einem mathematischen Thema
o
Durch Azubis
und Azubinen im Unterricht
Ø Ausbilder unterrichten an Projekttagen
Ø Schulen können Liftkurse /
Wiederholungs-AGs anbieten
Ø Wiedereinführung des Rechenschiebers
als Ergänzung zum Taschenrechner
Ø Weniger und späterer Einsatz des
Taschenrechners
Ø Jeden Tag eine Stunde Mathematik
Ø Schon
in der Grundschule müssen die Grundtechniken intensiviert werden
Ø Grundtugenden (Durchhaltevermögen,
Pünktlichkeit, Pflichtbewusstsein) fördern (s. auch Gesellschaft)
Anregungen an den
neuen Mathematik-Lehrplan
Ø Konzentration auf grundlegende
Rechenarten
Ø Textverständnis (Zusammenarbeit mit
Deutsch)
Ø Praxisbezogenes, anschauliches Arbeiten
Ø Lehr- und Ausbildungspläne sollen
abgestimmt werden
Ø z. B. gleiche Schreibweise von Formeln
Forderungen an die
Gesellschaft
Ø Mehr Beaufsichtigung der Schüler zu
Hause (Argument für die Ganztagsschule)
Ø Verstärkte Zusammenarbeit Eltern –
Lehrer – Politiker
Ø Mehr Rechte für Lehrer bei Disziplinierungsmaßnahmen
Ø Grundtugenden (Durchhaltevermögen,
Pünktlichkeit, Pflichtbewusstsein) fördern
Forderungen an die
Schulpolitik
Ø Erhöhung der Wochenstunden für
mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht
Ø Fortbildungspflicht für alle Lehrer
Ø Verbindliche Schullaufbahnempfehlung -
Aufnahmeprüfung
Ø Kleinere Klassen
Ø Weniger Unterrichtsausfall
Tipps an die Lehrer /
Ausbilder
Ø Durchführung von Lehrerbetriebspraktika
Ø Durchführung von Schulpraktika für
Ausbilder
Ø Bei Elternabenden auch Ausbilder,
Handwerker etc. einladen
Schlussfolgerungen
aus diesem Abend
v Der
AK kann und wird als Vermittler auftreten
o
bei Lehrer-
oder Ausbilderpraktika
o
beim Wunsch,
zu einem best. Unterrichtsthema einen Ausbilder / Handwerker einzuladen.
v Des Weiteren wird der Arbeitskreis noch
im März 02 Ausbildungsbetriebe des Donnersbergkreises anschreiben, um mit deren
Hilfe eine kleine Aufgabensammlung zu verschiedenen Mathematikthemen zu
erstellen, die in unterschiedlichen Ausbildungsberufen benötigt werden. Die
Sammlung soll dann wiederum an die Schulen verschickt werden.
v Von Handwerksvertretern kam das
Angebot, sich bei Anfragen von Schulen bereit zu erklären, in Absprache mit
Lehrkräften in den Unterricht zu kommen.
v Dem generell geäußerten Wunsch nach
einem kontinuierlichen Dialog Schule-Wirtschaft wird der AK auch in Zukunft
durch die Organisation unterschiedlicher Veranstaltungen nachkommen.
Rockenhausen, 15.03.2002, Chr. Schönauer-Gragg