Kita-Bedarfsplan verabschiedet

    In seiner jüngsten Sitzung hat der Jugendhilfeausschuss (JHA) des Donnersbergkreises den Kindertagesstättenbestands- und bedarfsplan 2019 einstimmig verabschiedet. Er sieht für 2020 eine Personalerhöhung von kreisweit 17,25 Vollzeitstellen in den Kitas vor  und führt damit für den Kreis zu Mehrkosten von 115.400 Euro im laufenden und nach aktuellem Stand 406.700 Euro im kommenden Jahr.

    Auslöser ist u. a. die weiter steigende Geburtenrate im Donnersbergkreis, die 2018 bei rund 700 lag. Da Mütter und Väter zudem möglichst bald ihre Arbeit wieder aufnehmen wollen, wurden an einigen Standorten bereits zusätzliche Gruppen notwendig. Sechs davon sind bereits im Bedarfsplan ausgewiesen, acht weitere sind in Planung und werden teilweise noch im Kita-Jahr 2019/20 eingerichtet. Ein erster Kita-Neubau wird im Herbst begonnen. Landrat Rainer Guth will diese Entwicklung weiter fördern: "Kita-Plätze sind Standortfaktoren und spielen für junge Familien eine ganz wichtige Rolle bei der Entscheidung für einen Wohnort", ist der Kreischef überzeugt. Auch der Ausschuss möchte die dezentrale Kita-Versorgung so lange wie möglich erhalten: "Kurze Wege für kurze Beine" bleibt ein Anliegen des Gremiums. "Im Kreis steht zurzeit keine Kita vor der Schließung", konnte Landrat Guth versichern.

    Noch nicht ganz abschätzbar sind die Folgen des neuen Kita-Gesetzes. Das Kreisjugendamt rechnet mit zwei bis drei Millionen Euro, die der Donnersbergkreis zusätzlich aufbringen muss, um die resultierenden Auflagen zu erfüllen. "Es wird spannend, wie wir als Kommune künftig diese Kosten tragen können", so der Landrat.