Corona-Ambulanzen entlasten arztpraxen

    Kürzlich ist in Kirchheimbolanden die erste Corona-Ambulanz im Donnersbergkreis in Betrieb gegangen. Sie ist, wie auch das Abstrichzentrum, in der Sporthalle der Georg-von-Neumayer-Schule angesiedelt. Die Einrichtung hatte der Brand- und Katastrophenschutz mit freiwilligen Helfern und mit Unterstützung des THW Ortsverbandes Alzey übernommen. In Rockenhausen ist die Ambulanz im Aufbau und wird nach Ostern ihre Arbeit aufnehmen.

    Landrat Rainer Guth und Dr. Nadia Moreno von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) RLP machten sich vor Ort ein Bild und wünschten viel Erfolg. Der Landrat sprach den niedergelassenen Ärzten ein großes Dankeschön aus: "Mit den Corona-Ambulanzen soll möglichst vielen Menschen geholfen werden, damit eine stationäre Behandlung erst gar nicht notwendig wird." Nadia Moreno lobte die "vorbildliche Zusammenarbeit" von Kreisverwaltung und KV. "Gemeinsam sind wir stärker", betonte sie.

    Die Corona-Ambulanzen fungieren als Außenstellen der Hausarztpraxen, um SARS-CoV-2-Verdachtsfälle behandeln zu können, ohne andere Patienten zu gefährden. Wer beim Arzt anruft, weil er fürchtet, an COVID-19 erkrankt zu sein, erhält einen Termin - mitbringen muss man wie gewohnt die Versicherungskarte und, falls vorhanden, einen Mund-Nasen-Schutz. Das kann eine einfache OP-Maske sein, auch die selbstgenähte Variante reicht notfalls aus. Der diensthabende Hausarzt bzw. die Hausärztin in der Corona-Ambulanz entscheidet, ob der Patient / die Patientin auf eine Corona-Infektion getestet werden muss. Das benachbarte Abstrichzentrum ist weiterhin in Betrieb.