GESUNDHEITSAMT AKTUELL: SARS-COV-2 - 25. Mai

    Aktueller Stand vom 25. Mai 2020 (8.30 Uhr)

    Lockerungen ja - aber weiterhin diszipliniert bleiben und nicht nachlassen

    Bitte halten Sie sich auch künftig streng an die geltenden Regeln zur Eindämmung der aktuellen Corona-Pandemie.

    Gemeinsam haben wir viel erreicht - die Disziplin der Bürgerinnen und Bürger hat die weitreichenden Lockerungen möglich gemacht. Damit diese nicht wieder zurückgenommen werden müssen, darf keine und keiner von uns nachlassen.

    Halten Sie weiterhin Abstand, achten Sie auf gute Handhygiene und tragen Sie da, wo es gefordert ist, einen Mund-Nasen-Schutz. Die Gesellschaft braucht Ihre Mitwirkung.

    Daher gilt: Abstand halten - Hygieneregeln einhalten - Maske auf.

    Im Donnersbergkreis sind bisher insgesamt 135 bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen registriert. Davon gelten 117 Menschen als genesen. Eine Person wird stationär behandelt. Alle erkrankten Personen werden nach wie vor eng durch das Gesundheitsamt des Donnersbergkreises betreut. Zudem wurde für zahlreiche Menschen Quarantäne angeordnet beziehungsweise empfohlen.

    Die Zahlen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Verbandsgemeinden:


    Registrierte bestätigte Infektionen
    Davon genesen
    VG Eisenberg
    32
    28
    VG Göllheim
    29
    21
    VG Kirchheimbolanden
    32
    28
    VG Nordpfälzer Land
    24
    23
    VG Winnweiler
    18
    17
    Donnersbergkreis gesamt
    135
    117

    Grafisch stellen sich die Entwicklungen der Fallzahlen im Donnersbergkreis folgendermaßen dar:



    Donnersbergkreis:          180 Fälle/100.000 EW
    Rheinland-Pfalz:              162 Fälle/100.000 EW
    Deutschland:                    214 Fälle/100.000 EW

    Die neue Infektionsdynamik zeigt, dass wir uns nicht in Sicherheit wiegen dürfen. Steigen die Zahlen zu sehr an, müssen Lockerungen zurückgenommen werden - 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage sind die Obergrenze, so haben es Bund und Länder beschlossen. Für den Donnersbergkreis mit 75.000 Einwohnern liegt die Schwelle dementsprechend bei 38 - so viele hatten wir in der Hochphase Ende März zu verzeichnen. Sobald unsere Fallzahlen in die gelbe Zone hineinreichen, befinden wir uns für unsere Verhältnisse wieder in einer kritischen Situation, die es sehr genau zu beobachten gilt. Die Grafik verdeutlicht die Anzahl der in den vergangenen 7 Tage hinzugekommenen Fälle.



    Falls Sie sich krank fühlen:

    Ihr erster Ansprechpartner – per Telefon! – ist immer Ihre Hausarztpraxis. Diese entscheidet, ob Sie sich in einer der eingerichteten Corona-/Infekt-Ambulanzen vorstellen sollen oder zur Testung ins Abstrichzentrum überwiesen werden.

    Bitte beachten Sie: Die Termine für die Corona- und Infekt-Ambulanz vergibt die Hausarztpraxis, wegen eines Termins im Abstrichzentrum werden Sie vom Westpfalzklinikum kontaktiert.

    Sollte Ihre Hausarztpraxis nicht erreichbar sein, steht Ihnen der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen (Tel. 116 117) zur Verfügung. Zudem ist die rheinland-pfälzische Hotline "Fieberambulanz" unter der 0800 – 99 00 400 rund um die Uhr für Sie da.

    Die Hotline des Gesundheitsamtes (Tel. 06352 – 710-500) ist zu den Dienstzeiten der Kreisverwaltung besetzt: Mo-Mi von 8-12.30 Uhr und von 14-16 Uhr, Do von 8-12.30 Uhr und von 14-18 Uhr, Fr von 8-12 Uhr. 

    Merkblatt des RKI "COVID-19 - bin ich betroffen und was ist zu tun?"


    Informationen für Bürgerinnen und Bürger

    Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Seit Ende Februar gibt es bestätigte Fälle des Coronavirus (SARS-CoV-2) auch in Rheinland-Pfalz. Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Aktuell ist die Anzahl der neu übermittelten Fälle rückläufig.

    Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird durch das Robert-Koch-Institut derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt, für Risikogruppen sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

    Eine frühzeitige Identifikation von Verdachtsfällen und das konsequente Management von Kontaktpersonen sind essentiell, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Wichtig ist, dass die Bevölkerung die angeordneten Schutzmaßnahmen einhält. Das heißt: Sozialkontakte vermeiden. Wo das nicht möglich ist: mindestens 1-2 Meter Abstand zu anderen Menschen halten und Mund-Nasen-Schutz tragen. 

    Von nicht notwendigen Reisen wird derzeit abgeraten.

    Links und Infos


    Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen oder eingereist sind:

    (Auszug aus den Regelungen des Bundesministeriums für Gesundheit)
    Personen, die auf dem Land-, See-oder Luftweg aus einem Drittstaat (alle Staaten außer EU-Mitgliedstaaten, außer Island, Fürstentum Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und außer dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland) in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,sind derzeit auf Grundlage landesrechtlicher Bestimmungen nach §§ 32 Satz 1, 30 Absatz 1 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes grundsätzlich verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben sowie sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten (sog. Absonderung). Sie sind außerdem verpflichtet, unverzüglich die für Ihren Wohnsitz/Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland zuständige Behörde (in der Regel das lokale Gesundheitsamt) zu kontaktieren und auf ihre Einreise hinzuweisen. Die lokal zuständige Gesundheitsbehörde überwacht die Einhaltung dieser Absonderung.


    Einhaltung häuslicher Quarantäne:

    Das Gesundheitsamt weist ausdrücklich darauf hin, dass häusliche Quarantäne unbedingt einzuhalten ist. Das gilt zwingend für die formal angeordnete, aber auch für die empfohlene Quarantäne. Wer die Anordnung oder Empfehlung des Gesundheitsamtes missachtet, gefährdet Familie, Freunde, Arbeitskollegen oder Passanten. Es können Personen darunter sein, für die eine Erkrankung mit dem Coronavirus lebensgefährlich sein könnte. Auch Jüngere gehören aufgrund von chronischen Krankheiten möglicherweise zur Risikogruppe, ohne dass man es ihnen ansieht. Für Menschen in häuslicher Quarantäne gilt: Das Haus bzw. der eigene Garten dürfen nicht verlassen werden. Angehörige oder Bekannte sollten um Erledigungen gebeten werden. Wer darauf nicht zurückgreifen kann, meldet sich bitte beim Gesundheitsamt.



    Die Hinweise des Robert-Koch-Instituts bei häuslicher Quarantäne finden Sie hier




     Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts

    telefonische Auskunft

    Das Bundesgesundheitsministerium hat ein Bürgertelefon eingerichtet, das von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und am Freitag von 8 bis 12 Uhr unter folgenden Nummern erreichbar ist: Telefon-Hotline zum Coronavirus  030 - 346 465 100.

    Auch das Land Rheinland-Pfalz hat eine Coronavirus-Hotline eingerichtet: 0800 - 575 8100, die von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 15 Uhr erreichbar ist.