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Busverkehr und Schülerbeförderung im Donnersbergkreis
Allgemeine Informationen zu Busverkehr und Schülerbeförderung
Der Buslinienverkehr im Donnersbergkreis ist aktuell eigenwirtschaftlich organisiert. Das vom Donnersbergkreis beauftragte Verkehrsunternehmen fährt pro Jahr im Kreis ca. 3 Mio. Kilometer. Im Einsatz sind hier täglich 70 Busse und 90 Fahrer. Der Schülerverkehr ist in den Linienverkehr integriert.
Sicherheit der Fahrzeuge
Alle Busse sind für die Winter-Saison mit Winterreifen ausgestattet. Die Busse werden alle drei Monate zur Sicherheitsprüfung vorgestellt. Einmal pro Jahr absolvieren sie eine Hauptuntersuchung.
Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge kann durch ein Auslesen der Fahrtenschreiber in den Fahrzeugen kontrolliert werden.
Grundsätzlich gibt es entsprechend der gesetzlichen Vorgaben Steh- und Sitzplätze in den Fahrzeugen. Die meisten Busse sind, ohne gesetzliche Verpflichtung, mit Gurten ausgestattet. Diese können bzw. sollen natürlich genutzt werden.
Organisation des Busbetriebs
Die Fahrleitung des Verkehrsunternehmens ist täglich von 04:30 Uhr bis Dienstschluss von mehreren Mitarbeitern besetzt. Das Verkehrsunternehmen betreibt eine eigene Werkstatt mit fünf KFZ-Mechatronikern und verfügt über einen KFZ-Notdienst. Es gab in den vergangenen Jahren fast keine Fahrtausfälle, da mehrere Mitarbeiter und Fahrzeuge täglich als Bereitstellung vorgehalten werden. Seit Betriebsaufnahme des Verkehrsunternehmens im Jahr 2017 war das Unternehmen zudem an keinen Streiks beteiligt.
Die Kreisverwaltung Donnersbergkreis ist regelmäßig im Austausch mit dem Busunternehmen. Auch finden jährlich in jeder Verbandsgemeinde Treffen der Schulen mit der Kreisverwaltung und dem Verkehrsunternehmen statt.
Busfahrerinnen und Busfahrer
Die Busfahrer des Verkehrsunternehmens werden regelmäßig, im Rahmen der Berufskraftfahrerqualifikation, geschult. Ein zentrales Register beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erfasst Qualifikationsdaten. Zusätzlich werden die Fahrerinnen und Fahrer betriebsintern zum Verhalten bei witterungsbedingten Fahrtunterbrechungen, zu den Strecken im Kreis, zu den Fahrzeugen und zum Umgang mit Gefahren geschult.
Für die Verlängerung des Busführerscheins (Klassen D, DE, D1, D1E) ist alle fünf Jahre eine medizinische Untersuchung vorgeschrieben. Es gibt dabei eine allgemeine ärztliche Untersuchung durch Verkehrsmediziner, ein augenärztliches Gutachten (umfassende Prüfung der Sehschärfe, des Gesichtsfelds sowie des Farb- und Stereosehens) sowie, ab dem 50. Lebensjahr, einen speziellen Leistungstest (Belastbarkeit, Orientierungs-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistung sowie die Reaktionsfähigkeit).
Herausforderung Fahrermangel
In Deutschland fehlen aktuell rund 20.000 Busfahrer – dieser signifikante Fahrermangel ist eine große Herausforderung. Prognosen des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) warnen davor, dass die Lücke bis zum Jahr 2030 auf bis zu 87.000 Fachkräfte anwachsen könnte.
Die Anwerbung von Busfahrpersonal aus dem Ausland ist aufgrund des massiven Fachkräftemangels zu einer zentralen Strategie deutscher Verkehrsbetriebe geworden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen wurden hierfür durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz deutlich erleichtert.
Fahrer aus nichtdeutschen Herkunftsländern werden bei den Verkehrsbetrieben des Donnersbergkreises über ein Bildungsinstitut geschult. Das Verkehrsunternehmen übernimmt dafür die Kosten.
Extreme Wettersituationen
Wie oben vermerkt: Die Busse sind mit Winterreifen ausgestattet.
Bei extremem Wetter hält die Leitstelle den Kontakt zu den Fahrern und entscheidet über Umleitungen, Ausfälle oder Teilausfälle. Es gilt die Betriebspflicht nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG). Sicherheit geht jedoch immer vor Fahrplan. Außerdem entscheiden Eltern, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder bei Winterwetter zu Hause lassen
Die Fahrer sind geschult, bei Glätte die Geschwindigkeit anzupassen. Im Zweifelsfall hat der Fahrer das letzte Wort, wenn eine Straße objektiv unbefahrbar ist.
Unfallsituationen und Ausfälle
Im Donnersbergkreis kam es jahrelang zu keinen nennenswerten Unfällen. Im Jahr 2026 waren es bislang drei.
In einer Unfallsituation oder bei Ausfällen werden eventuell betroffene Schulen/Schulträger, der Aufgabenträger sowie bei Unfall die Polizei und Rettungsdienste und die Genehmigungsbehörde (Landesbetrieb Mobilität / LBM) von der Leitstelle umgehend informiert.
Kontaktmöglichkeiten und weitere Informationen
Kontakt zum Busunternehmen Behles
(in akuten Situation, wenn ein Bus z.B. nicht kommt)
Unternehmensgruppe Behles, Am Bahndamm 10, 67292 Kirchheimbolanden
Telefon: 06352 70575-0; E-Mail: info@behles-bus.de
Kontakt zum ÖPNV-Referat der Kreisverwaltung
(bei allgemeinen Fragen, Beschwerden und Anregungen)
Kreisverwaltung Donnersbergkreis, ÖPNV, Uhlandstraße 2, 67292 Kirchheimbolanden
Telefon: 06352/710-192; E-Mail: oepnv@donnersberg.de
Presseanfragen
Bitte an die Pressestelle der Kreisverwaltung Donnersbergkreis unter: pressestelle@donnersberg.de
Weitere Informationen auf den Webseiten:
- Unternehmensgruppe Behles: www.behles-bus.de
- Kreisverwaltung Donnersbergkreis: www.donnersberg.de > Top-Themen > Nahverkehr & Mobilität
