Zellertalbahn Memorandum: Starkes Signal für ein gemeinsames Ziel

Memorandum und mündliche Zusage der Landesfinanzierung

Vor diesem Hintergrund bildet das Memorandum einen zentralen Ankerpunkt der Sitzung und macht deutlich, dass die weitere Umsetzung des Projekts auf einer gesicherten finanziellen Grundlage basiert. Entscheidender Schritt war die am 25.02.2026 mündlich erteilte Zusage des Landes zur Finanzierung der noch ausstehenden Fördermittel. Die Botschaft aus Mainz war wichtig und hat dem Tag eine positive Richtung gegeben.

Zugleich wurde deutlich, dass die Reaktivierung größere Anstrengungen erfordert als ursprünglich vorgesehen. Die Bahn wird kommen – eine Inbetriebnahme zum 1. Mai ist jedoch nicht realisierbar.

Die Reaktivierung der Zellertalbahn war laut Kostenplanung aus dem Jahr 2018 mit 7.883.040,96 Euro veranschlagt. Bislang wurden 6.143.489,67 Euro verbaut. Aufgrund von Mehraufwendungen bei Brücken und Durchlässen sowie im Oberbau – unter anderem bedingt durch einen Dachsbau – wird sich der Aufwand für die Herstellung der Betriebsfähigkeit auf rund 10.000.000 Euro erhöhen. Landesmittel in Höhe von 6.700.584,82 Euro sind vorgesehen; die Auszahlung ist zugesagt. Mit Abschluss dieser Maßnahmen kann der Fahrbetrieb aufgenommen werden.

Der in der Ursprungsplanung vorgesehene Neubau der Bahnübergänge kann erst nach Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens (voraussichtlich 2027) umgesetzt werden und muss außerhalb dieses Budgets finanziert werden. Die Refinanzierung der Wiederherstellung der Bahnübergänge soll über Trassenentgelte erfolgen. Der Zweckverband wird hierzu in seiner Versammlung am 03.03.2026 eine Entscheidung treffen.

Gestiegene Bedeutung und neue Perspektiven

Zugleich hält das Memorandum das gemeinsame Bekenntnis aller Beteiligten fest: zum Ausbau der Zellertalbahn für den touristischen Verkehr, zur Bahnanbindung der Firma Dyckerhoff sowie zur Nutzung der Strecke als Perspektive für eine spätere Aufnahme des Personenverkehrs.

Die Bedeutung der Bahn ist in den vergangenen Wochen nochmals deutlich gestiegen. Die geplante Gleisanbindung der Firma Dyckerhoff ist für den Fortbestand des Rohstoffabbaus und der Zementproduktion von existenzieller Bedeutung und besitzt hohe wirtschaftliche Relevanz für die Region. Diese Nutzung wird einen Deckungsbeitrag zu Investitions- und Unterhaltungskosten leisten. Zusammen mit möglichen Umleitungs- und Überführungsverkehren ergibt sich eine Grundlage zur mittelfristigen Deckung der entstandenen Mehraufwendungen. Auch die Perspektive für eine spätere Aufnahme des Personenverkehrs bleibt positiv.

Das Memorandum dient zugleich als Handlungsmandat für die Verwaltung zur Einleitung der nächsten Schritte und als Signal an Bürgerinnen und Bürger sowie an die Wirtschaft der Region. Es bestätigt den eingeschlagenen Weg zur Fortsetzung der Reaktivierung der Zellertalbahn.

O-Töne

Der Landrat des Donnersbergkreises, Rainer Guth betont: „Die Reaktivierung der Zellertalbahn erfordert zusätzliche Anstrengungen. Umso wichtiger ist es, dass alle Beteiligten geschlossen hinter dem Projekt stehen. Mit den neuen wirtschaftlichen Perspektiven gewinnt die Strecke weiter an Bedeutung für unsere Region.“

Reiner Bauer, Abteilungsleiter Bauen und Umwelt, ergänzt: „Die Botschaft aus Mainz war wichtig und hat dem Tag eine positive Richtung gegeben. Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten und die nächsten Schritte gemeinsam und konsequent umzusetzen.“

„Die Zellertalbahn ist weit mehr als ein Infrastrukturprojekt. Sie steht für die enge Zusammenarbeit unserer Region und für den gemeinsamen Willen, wirtschaftliche Stärke, touristische Entwicklung und nachhaltige Mobilität miteinander zu verbinden. Das Memorandum ist ein klares Bekenntnis aller Partner, diesen Weg entschlossen weiterzugehen“, so Heiko Sippel, Landrat des Landkreises Alzey-Worms.

Kreisausschuss

In der Sitzung am 04. März hat der Kreisausschuss des Donnersbergkreises das Memorandum beraten und ihm seine volle Zustimmung und Unterstützung ausgesprochen.

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