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Tag der Stiftungen und Genossenschaften: Erfahrungsaustausch, neue Ideen und den eigenen Ort aktiv mitgestalten
Einen besonderen Rahmen für den Veranstaltungstag bot der Burghof Stauf – Gemeinschaftliches Leben eG. Hoch über Stauf gelegen bot der Veranstaltungsort nicht nur Raum für Gespräche und fachlichen Austausch, sondern auch eine beeindruckende Aussicht über die Landschaft. So passte die Umgebung zugleich zum Thema des Tages: den eigenen Lebensraum gemeinsam zu gestalten und neue Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.
Bei der Veranstaltung ging es zunächst um die Frage, wie mehrere Dörfer gemeinsam aktiv werden und Projekte auf den Weg bringen können. Unter dem Leitgedanken „Gründen, Machen, Umsetzen“ wurden durch die Bürgerstiftung am Donnersberg Wege, Erfahrungen und praktische Ansätze vorgestellt, wie aus einer Idee eine tragfähige gemeinschaftliche Struktur entstehen kann. Bereichert wurde das Ganze durch die Ortsgemeinde Teschenmoschel, die ebenfalls proaktiv der Idee einer Stiftung aus mehreren Dörfern nachgehen möchte.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema gemeinschaftliches Wohnen. Anhand konkreter Erfahrungen der Bürgerstiftung Geiselberg wurde aufgezeigt, welche Möglichkeiten gemeinschaftlich organisierte Wohnformen eröffnen und welchen Beitrag Genossenschaften dabei leisten können. Gerade für ländliche Räume bieten solche Modelle interessante Ansätze, um neue Wohnangebote zu schaffen, Begegnung zu ermöglichen und gemeinschaftliches Leben zu stärken.
Auch das Thema Stiftungsgründung stand auf der Tagesordnung. An einem Expertentisch konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer grundlegende Fragen rund um die Gründung und Arbeit einer Stiftung ansprechen und mit erfahrenen Akteuren ins Gespräch kommen. Mit der Bürgerstiftung Pfalz war dabei auch ein überregional erfahrener Akteur vertreten.
Besonders deutlich wurde die Bedeutung des Themas für den Donnersbergkreis: Der Landkreis weist innerhalb von Rheinland-Pfalz die höchste Zahl an Bürgerstiftungen auf. Damit verfügt die Region über eine besondere Erfahrung und Vielfalt an bürgerschaftlich getragenen Strukturen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten ganz unterschiedliche Erfahrungen mit. Neben Menschen, die bereits seit Jahren in Stiftungen, Genossenschaften oder anderen gemeinschaftlichen Projekten aktiv sind, waren auch zahlreiche Newcomer dabei, die sich erstmals intensiver mit den Möglichkeiten einer eigenen Gründung oder eines gemeinschaftlichen Projekts beschäftigten. Dass genau dieser Mix einen besonderen Mehrwert bot, zeigte sich bereits in der Vorstellungsrunde: Die Erwartungen reichten von konkreten Informationen über neue Impulse bis hin zu Inspiration und dem Wunsch, mit anderen Engagierten ins Gespräch zu kommen. Am Ende des Tages war klar: Diese Erwartungen wurden erfüllt.
Der „Tag der Stiftungen und Genossenschaften“ bot damit nicht nur Informationen, sondern vor allem eine Plattform für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und neue Ideen. Er zeigte, dass es im ländlichen Raum viele Möglichkeiten gibt, Verantwortung zu übernehmen, Projekte gemeinsam anzustoßen und den eigenen Ort aktiv mitzugestalten.
Wer Interesse am Thema Stiftungen und Genossenschaften hat, kann sich gerne an die Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung Donnersbergkreis wenden: wirtschaftsfoerderung@donnersberg.de. Als persönliche Ansprechpartnerin steht bei Fragen hier auch Adeline Weiler vom Referat für Wirtschaftsförderung, Kreisentwicklung und allgemeine Bauverwaltung zur Verfügung (Tel: 06352 710 313).
