Afrikanische Schweinepest und ihre Folgen

    Bei einer Infoveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest (ASP), die kürzlich in Waldgrehweiler stattfand, hat Landrat Rainer Guth auf die wichtige Rolle der Jägerschaft bei der Seuchenbekämpfung hingewiesen. Es sei ihm wichtig, dass der Donnersbergkreis für den Fall eines Seuchenausbruchs gut aufgestellt sei. Deshalb solle frühzeitig umfassend informiert und das Gespräch mit allen Beteiligten gesucht werden. Ziel sei die konstruktive Zusammenzuarbeit im Ernstfall. Der Infoabend für Jäger und Jagdausübungsberechtigte solle als Einstieg in das Thema verstanden werden. Der nächste Infoabend wurde für Dienstag, den 29. Mai angekündigt. Er soll ab 19 Uhr im Kreishaus in Kirchheimbolanden stattfinden. Geplant ist dann ein Vortrag von Dr. Ulf Hohmann von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft. Hierbei wird ein Handlungsprogramm zur Reduzierung der Schwarzwildbestände vorgestellt

    Tierärztin Dr. Ute Stauffer-Bescher skizzierte in ihrem Referat die Entwicklung des Ausbruchgeschehens und der Seuchenausbreitung. Veterinäramtsleiter Dr. Boris Rendel stellte das sogenannte „Tschechische Modell" vor, mit dem in der EU neue Wege der Seuchenbekämpfung eingeschlagen wurden. Im nachfolgenden Vortrag ging Ingrid Bernhard ausführlich auf die Bedeutung von Biosicherheitsmaßnahmen bei der Jagd ein und unterstrich die Rolle der Prävention und der strikten Einhaltung von Hygienevorschriften. Bei der Afrikanischen Schweinepest seien noch höhere Anforderungen zu stellen als ohnehin üblich, um einen „Sprung“ bei der Ausbreitung dieser tückischen Tierseuche zu verhindern. Abschließend erläuterte Dr. Stauffer-Bescher noch detailliert Bedeutung und Aufgaben der Jäger bei der Seuchenbekämpfung im Vorfeld und falls es denn im Donnersbergkreis zum Ausbruch käme. Eine rege Diskussion schloss sich an.