Jahresbericht Abfallwirtschaft 2019

    Am 4. November hat der Kreistag den Jahresabschluss 2019 für die Abfallwirtschaft festgestellt. Wirtschaftsprüfer Michael Engelter von der Mittelrheinischen Treuhand GmbH bescheinigte den Verantwortlichen für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung des Donnersbergkreises eine ordnungsgemäße Geschäftsführung. Nach seinen Ausführungen ergibt die zum 31.12.2019 erstellte Bilanz einen Jahresverlust von gut 5 Mio. €. Die Verlustsumme wurde mit einem „werterhellenden Gutachten“ begründet, das für die Deponienachsorge weitaus höhere und längerfristige Rückstellungen vorsieht als geplant. Landrat Rainer Guth stellte dazu fest, dass die hohe Verlustausweisung zwar schmerze, jedoch nicht zu einer Gebührenerhöhung führen werde.

    Die Sitzung war aufgrund der Corona-bedingten Abstandsregeln in die Kirchheimbolander Stadthalle verlegt worden. Said Kahla als ältestes Kreistagsmitglied übernahm für diesen Themenkomplex die Sitzungsleitung. Hierzu wurde später auch beschlossen, dem Landrat und den Kreisbeigeordneten bezüglich des besagten Jahresabschlusses Entlastung zu erteilen. Der Kreistagsbeschluss zur Abfallwirtschaft stellt die Bilanzsumme für 2019 in Aktiva und Passiva mit 8,5 Mio. € fest. Neben dem durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von gut 5 Mio. €, der ins Folgejahr vorgetragen wird, ergeben sich aus den Berechnungen noch ausgabewirksame Verluste von rund 492.000 €. Letztere sollen gemäß Kreistagsbeschluss durch den Landkreis abgedeckt werden.

    Rückfragen von Kreistagsmitgliedern wurden dahingehend beantwortet, dass für die Kreisdeponie in Eisenberg jetzt zusätzliche Gelder für die aktive und passive Nachsorge (einschließlich Sickerwasserbehandlung) bis ins Jahr 2055 veranschlagt sind, die mit über 3 Mio. € zu Buche schlagen. Weitere Rückstellungen werden für die Erdaushub- und Bauschuttdeponie in Winnweiler und Mannweiler-Cölln gebildet, deren Nachsorgeaufwendungen in früheren Bilanzen überhaupt nicht berücksichtigt waren. Was den ausgebewirksamen Teil der Verlustrechnung 2019 betrifft, so wurde die Ursache hauptsächlich mit zurückgehenden Erlösen aus der Vermarktung von Papier/ Pappe/ Kartonagen aus den grünen Wertstofftonnen begründet.