Hinweis zur Nutzung der Biotonnen

    Der Kreisverwaltung ist es wichtig, dass bei der Biomasseanlage ein „sauberes“ Endprodukt entsteht und deren Betriebsbestimmungen eingehalten werden können. Aus diesem Grund werden die Inhalte der braunen Tonnen derzeit bei der Abfuhr kontrolliert und solche mit „Fehlwürfen“ nicht entleert.

    Dass Bioabfall nicht in „normalen“ Kunststofftüten verpackt in der braunen Tonne landen soll, versteht sich von selbst. Darum geht es auch nicht bei den zahlreichen Anfragen, die ans Referat Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung gerichtet werden. Im Mittelpunkt steht vielmehr, dass bei Kontrollen immer wieder Müllbeutel aus biologisch abbaubaren Kunststoffen entdeckt werden. Die sind in der Biotonne ebenfalls fehl am Platz und allenfalls für den heimischen Kompostplatz zu gebrauchen! Zum Verständnis: Gegen die Benutzung von  Bio-Mülltüten aus (Recycling)-Papier gibt es keine Einwände.

    Was spricht aber gegen biologisch abbaubaren Kunststoff?

    Die Erklärung ist einfach: Auch wenn Hersteller die volle Kompostierbarkeit ihrer Produkte versprechen – die Verrottung von Biokunststoff dauert viel länger als die des organischen Bioabfalls. In der Biomasseanlage Essenheim, wo nach drei Wochen Fermentierung aus Biomasse Gas erzeugt wird, sind Müllbeutel aus Biokunststoff kaum abbaubar. Auch in der vierwöchigen Nachrotte sind (Bio)-Kunst-stoffe verpönt, denn wegen ihrer längeren Verrottungsdauer bilden sie im Kompost unerwünschte Schnipsel. Es lohnt sich also nicht, Biokunststofftüten zu kaufen. Zum Einpacken von Bioabfall (insbesondere Speiseresten) sind Zeitungspapier oder Papiertüten die preiswertere und umweltfreundlichere Lösung.

    • Auskunft bei Rückfragen gibt es unter Tel. 06352 / 710-142.