Mit "Job Aktiv" am FußE Des Donnersbergs im Hotel Bastenhaus

    17 Schülerinnen und Schüler der Realschulen plus in Rockenhausen und Winnweiler, der IGS Rockenhausen, des Wilhelm-Erb-Gymnasiums Winnweiler und der Berufsbildenden Schule Donnersbergkreis fanden sich auf Einladung von „Job aktiv“-Initiatorin Gerda Gauer zusammen. Diesmal gab es bei der Initiative des Wirtschaftsforums Donnersberger Land im Hotel Bastenhaus einen Einblick in die Hotel- und Gastronomiebranche.

    Das Hotel liegt direkt am Fuße des Donnersberg. Ursprünglich war das Hotel eine Köhlerei, aus der ein landwirtschaftlicher Betrieb wurde, der im Laufe der Zeit dann ein zu einem Hotel mit Gastwirtschaft wurde. Mit 37 Zimmern, zwei Tagungsräumen, einem Fitnessraum und einem seit kurzem erweiterten Wellnessbereich bietet das Hotel vielen Gästen einen erholsamen Aufenthalt.

    Da es sich um eine der größten Arbeitgeberbranchen handele, seien attraktive Aufstiegsmöglichkeiten gegeben. So besteht laut Alexander Wurster, Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), gute Aussicht auf eine berufliche Entwicklung, denn „das Hotelfach braucht viele neue Menschen. Es ist wie eine Hülle, welche erst durch seine Mitarbeiter zum Leben erweckt wird." Anspornend sei immer wieder das Lob der Gäste, welches einen dazu motiviere, bestmöglichen Service anzubieten.

    Anschließend stellte sich Geschäftsführer Patrick Stollhof vor, der gemeinsam mit seiner Frau Daniela und seinem Vater Berthold das Hotel leitet. Er erläuterte den Schülern seinen Lebenslauf und wies auf die vielseitigen Einsatzorte hin. Nachdem er selbst mit 17 Jahren seine Lehre als Koch beendet hatte, ging er nach Fuerteventura und anschließend im Kontrast dazu in ein Skigebiet. Schlussendlich zog es ihn aber wieder zurück zum elterlichen Betrieb in den Donnersbergkreis. Eine solche Entwicklung hänge allein vom Engagement eines Mitarbeiters ab, jeder Schulabschluss sei willkommen, die Einstiegshürden seien überschaubar. Zu den populärsten Ausbildungsberufen gehören die Kochlehre, die des Hotelfachmann/frau und die des Restaurantfachmann/frau. Aufgrund einer neuen Ausbildungsverordnung des Gastgewerbes gibt es mehr Aufgabengebiete im Bereich Marketing/Kommunikation und Veranstaltungsmanagement. Hotelfachleute sollen breit gefächert ausgebildet werden und möglichst viele angrenzenden Abteilungen kennenlernen. Da die Hotellerie ein handwerkliches Fach ist, empfiehlt Patrick Stollhof besonders Abiturienten die verkürzte Ausbildung als Basis, mit anschließendem Dualen Studium. Auch ein zukünftiger Wechsel in eine andere Branche ist möglich.

    Da in den letzten Jahren besonders in die Entwicklung der vegetarischen und veganen Küche viel Kreativität floss, gibt es im Bastenhaus dafür spezielle Experimentiertage, bei denen das Einfallsreichtum der Mitarbeiter gefragt ist.

    Im Laufe einer  Betriebsführung durften sich die Schülerinnen und Schüler selbst im Serviettenfalten, Tischdecken und als Sous Chefs versuchen und hier den Koch beim Zubereiten des gemeinsamen Gemüsegnocchi-Gerichts tatkräftig unterstützen. Das Gericht wurde anschließend an selbstgedeckten Tischen verkostet und kam bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an. Mehr Praxiseinblick kann ein Praktikum bieten.

     

    Welche Bedeutung die Initiative des Wirtschaftsforums Donnersberger Land hat, zeigt, dass seit dem letzten Betriebsbesuch von „Job Aktiv“ bei Gienanth in Eisenberg ein Ausbildungsvertrag mit einem der Schüler geschlossen wurde.

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