Gurs-Ausstellung in Kirchheimbolanden

    Die Ausstellung „Gurs 1940“, die die Berliner Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz mit 28 Tafeln in deutscher und französischer Sprache erarbeitet hat und die durch neun Stellwände mit dem Schicksal pfälzischer Jüdinnen und Juden ergänzt ist, ist von Mittwoch, 3. November, bis voraussichtlich Ende des Monats November im Museum im Stadtpalais, Amtsstraße 14, in Kirchheimbolanden dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

    Die Ausstellung ist auch Teil des Programms der Kirchheimbolander Friedenstage. Weiter ergänzt wird sie durch einige Dokumente aus Kirchheimbolanden und Umgebung sowie durch Informationen zum Besuch von Carl Hausman im Jahre 2010. Zur Ausstellungseröffnung laden das Museum im Stadtpalais und der Verein Heimatmuseum Kirchheimbolanden am Mittwoch, 3. November, 19 Uhr, zu einem Vortrag von Roland Paul ein, dem Direktor i.R. des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Roland Paul hat auch die pfälzischen Stellwände erarbeitet.

    „Gurs 1940“ beleuchtet die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden. Sie zeigt den Ablauf der Deportation und das Verhalten der lokalen Bevölkerung, beschreibt die furchtbaren hygienischen Zustände im Lager Gurs anhand von Berichten, Fotos und Zeichnungen der dort internierten Menschen und beleuchtet die Zusammenarbeit der Vichy-Regierung und der Nationalsozialisten. Weitere Kapitel widmen sich der Erinnerungskultur und der Aufarbeitung. Die Ausstellung entstand im Auftrag und mit Unterstützung der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie der Arbeitsgemeinschaft zu Unterhalt und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs, in der badische Städte und Gemeinden sowie der Bezirksverband Pfalz zusammengeschlossen sind. Das Projekt, für das Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Schirmherrschaft übernommen hat, wird zudem vom Auswärtigen Amt unterstützt.

    Foto: Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde